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Ein Messebesucher auf der CES 2014 probiert das Oculus Rift aus.
Ein Messebesucher auf der CES 2014 probiert das Oculus Rift aus. (Bild: Robyn Beck/AFP/Getty Images)

2. Der Riss in der Entwicklerszene bleibt

Sind all die wütenden Entwicklerreaktionen auf Twitter also nur ein Strohfeuer? Natürlich nicht. Wenn Minecraft-Schöpfer Markus Persson persönlich der Firma den Rücken kehrt, wenn Braid-Entwickler Jonathan Blow auf Twitter mit einem "What", gefolgt von vier Fragezeichen reagiert, dann muss man wohl annehmen, dass der Deal überraschend kam und viele abgeschreckt hat.

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Nicht nur Skepsis ist online sichtbar, sondern echte Enttäuschung. Marktwirtschaftliche Realitäten verfangen in der Indie-Szene nicht. Hier führen Idealisten das Wort, die sich oft genug gegen eine lukrativere Karriere bei größeren Studios entschieden haben. Die Entscheidung, für das unsichere VR-Terrain zu entwickeln, war bei vielen nicht finanziell motiviert.

Konkrete Auswirkungen hat der Deal zum Beispiel für Phosfiend Systems, das sein ungewöhnliches Ego-Synthesizer-Abenteuer FRACT auch für das Rift entwickeln wollte: "Wir haben Bedenken, wie sehr Facebook sich für Spiele einsetzen wird und was seine Motivation ist. In der ein oder anderen Form wollen wir weiter für VR entwickeln, aber wir warten vielleicht, bis sich der Staub gelegt hat. Selbst wenn der Deal für Oculus nötig war, hat es viel guten Willen in der Entwicklerszene verspielt, vor allem bei Indies."

Der Aufkauf durch ein großes Unternehmen mit tiefen Taschen und gigantischer Nutzerbasis mag unvermeidlich sein. Aber erstens hat Facebook schon in der Vergangenheit Spielentwickler enttäuscht - ein Grund dafür, dass etwa Persson nicht mehr mitspielen mag. Zweitens sitzt Oculus im Zweifelsfall nicht mehr selbst am Steuer. Entwickler, die eine persönliche Beziehung zu dem Rift, zu der Führungsclique und auch zu dem ungewöhnlich offenen Geschäftsgebaren entwickelt haben, machen sich jetzt Sorgen.

Hits wie Minecraft und Geheimtipps wie FRACT mögen dem Rift fehlen. Viele Indie-Entwickler sind erstmal weg und kommen so schnell nicht wieder. Aber am wichtigsten für die neuartige Plattform bleiben Spiele, die vorrangig dafür entwickelt wurden. Auch hier ist Skepsis zu vernehmen. Doch kaum jemand mag sein komplettes Projekt hinschmeißen. Die VR-Entwickler sind oft auch VR-Enthusiasten, die für einen Erfolg der Technik einen Deal mit Facebook akzeptieren - und die aus dem fahrenden VR-Zug auch gar nicht mehr aussteigen können.

Bei CCP Games, die mit EVE: Valkyrie eines der meistgehypten VR-Spiele entwickeln, wird nur ein Statement von Marketingchef David Reid ausgegeben: "Wir freuen uns für unsere Freunde und Kollegen von Oculus." Dann wird bekräftigt, dass Valkyrie nach wie vor als Launchtitel für das Rift erscheinen solle.

Auch Cloudhead Games bleiben an Bord. "Wir werden weiter für Oculus entwickeln." Aber der Entwickler wappnet sich dafür, auch andere VR-Plattformen zu bedienen. "Wir werden auch vergleichbare Technologien unterstützen, sobald sie den Markt erreichen."

 Facebook und Oculus Rift: Vier Prognosen zu Faceboculus3. Schnittstellen zwischen VR-Spielen und Facebook werden so schnell nicht auftauchen 

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M.Kessel 21. Apr 2014

Die Shitstürme haben aber auch eine realen Grund. Failbook hat bewiesen, das sie die...

M.Kessel 21. Apr 2014

Für mich ist diese Hardware damit gestorben. Es geht vielen anderen Spielern wie mir...

schueppi 16. Apr 2014

Also auf dem Mun bin ich leider zerschellt... Der kam schnell näher... ^^

Astarioth 15. Apr 2014

... also macht schneller :-) Der Rasenmähermann wird Wirklichkeit ! Was will man mehr ?

LastUnicorn 15. Apr 2014

Selten zuvor hatte ich das Gefühl in so kurzer Zeit soviel über Menschen und ihre...



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