Facebook, Twitter und Youtube: Propaganda, Hetze und Manipulation
US-Präsident Donald Trump macht keinen Hehl daraus, wem er seine Präsidentschaft zu verdanken hat. Dass er Hillary Clinton im November 2016 schlagen konnte, schreibt er vor allem seiner Präsenz in den sozialen Medien zu. Nicht Spendengelder, Wahlkampfauftritte oder Fernsehspots hätten ihm einen entscheidenden Vorteil gegenüber den Demokraten verschafft, sondern Facebook, Twitter und Instagram. "Ich glaube, dass soziale Medien mehr Macht haben als Wahlgelder" , erklärt er in einem seiner ersten Interviews kurz nach dem Wahlsieg(öffnet im neuen Fenster) .
Knapp vier Jahre später stehen die Technologieunternehmen vor einer schweren Entscheidung. Wieder ist Wahlkampf und sie wissen: Ihre Richtlinien könnten sich erneut erheblich auf das diesjährige Wahlergebnis auswirken. Spätestens seit Ende Mai wird heftig darüber diskutiert, wie sehr sich die Netzwerke inhaltlich in den Wahlkampf einmischen dürfen und wollen. Damals markierte der Kurznachrichtendienst Twitter, den Trump gern mal für zweifelhafte Behauptungen nutzt, einen Tweet des US-Präsidenten zum ersten Mal mit einem Warnhinweis(öffnet im neuen Fenster) .