US-Wahlkampf: Im Internet gibt es keine klaren Regeln

Rund 246 Millionen US-Amerikaner und damit immerhin knapp zwei Drittel der Bevölkerung nutzen die sozialen Netzwerke in den USA. Möglichst viele davon sollen sich als Teil einer (Online-)Bewegung fühlen und selbst aktiv werden. Nirgends anders lassen sich US-Wähler so gut analysieren und adressieren wie im Netz.

Stellenmarkt
  1. IT-Administrator (m/w/d)
    Klöckner Pentaplast Europe GmbH & Co. KG, Montabaur
  2. Entwicklungsingenieur Systemtest (m/w/d)
    Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH Schwieberdingen, Schwieberdingen bei Stuttgart
Detailsuche

"Das ist ein richtiger Markt in den USA", sagt Hegelich. An klare Regeln müssen sich die Parteien im Internet nicht halten. Nur für TV- und Radiosender gelten genaue Vorgaben in Sachen politischer Werbung. Auch deshalb sind Kampagnen im Netz anfälliger für Manipulation. Nicht zuletzt die US-Wahl 2016 und die Enthüllungen des ehemaligen FBI-Chefs und US-Sonderermittlers Robert Mueller machten das deutlich.

Russland manipulierte die US-Wahl 2016

Seine Untersuchungen (PDF) belegten, dass sich Russland aktiv in den Wahlkampf eingemischt hatte. Mueller sah es als erwiesen an, dass russische Akteure mit dem gezielten Streuen von Falschinformationen versucht hatten, die damalige Präsidentschaftswahl zu beeinflussen.

Mehr als 120 Millionen Menschen und damit mehr als die Hälfte aller registrierten Wähler in den USA wurden damals mit manipulierten Meldungen konfrontiert. Allein auf Facebook wurden 80.000 Posts von mutmaßlich russischen Akteuren veröffentlicht. Mit Hilfe von Filterblasen, gefälschten Profilen und umstrittenen Datenanalysen konnten Nutzer beeinflusst und zuweilen getäuscht werden.

Golem Karrierewelt
  1. LDAP Identitätsmanagement Fundamentals: virtueller Drei-Tage-Workshop
    18.-20.07.2022, Virtuell
  2. Adobe Photoshop Grundkurs: virtueller Drei-Tage-Workshop
    08.-10.06.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Vor allem die Tatsache, dass Facebook es dem mittlerweile insolventen Beratungsunternehmen Cambridge Analytica ermöglichte, Daten von 87 Millionen Facebook-Nutzern zu sammeln und später persönliche Informationen an die Trump-Kampagne zu verkaufen, entfachte viel Wut.

Deepfakes: The Coming Infocalypse

Auch 2020 droht Manipulation

Wenige Wochen vor der diesjährigen US-Wahl warnen Geheimdienste erneut vor möglichen Manipulationen. Aus dem Büro des US-Geheimdienstkoordinators etwa heißt es, Russland bemühe sich, den designierten Präsidentschaftskandidaten der Demokraten, Joe Biden, zu untergraben.

China und der Iran wiederum wollen eine Wiederwahl von US-Präsident Donald Trump verhindern. "Es ist sehr einfach, den Diskurs in den sozialen Medien zu manipulieren", sagt Daten-Experte Hegelich.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Facebook, Twitter und Youtube: Propaganda, Hetze und ManipulationWie sich die US-Wahl über Social Media manipulieren lässt 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6.  


SirAstral 29. Sep 2020

Nur zur Ergänzung: https://theintercept.com/2014/09/23/nobel-peace-prize-fact-day-syria...

SirAstral 29. Sep 2020

Was ist daran bescheuert? Mir war nicht bewusst, dass Merkel direkt vom Volk gewählt wird.

SirAstral 29. Sep 2020

Ich glaube es war "Rust" gemeint und nicht "Rost"

quasides 27. Sep 2020

das schlimmste ist dabei nicht was falsch oder aus dem kontext berichtet wird um ein...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Künstliche Intelligenz
Wie erklären Menschen die Entscheidungen von Computern?

Je komplexer eine KI, desto schwerer können Menschen ihre Entscheidungen nachvollziehen. Das ängstigt viele. Doch künstliche Intelligenz ist keine Blackbox mehr.
Von Florian Voglauer

Künstliche Intelligenz: Wie erklären Menschen die Entscheidungen von Computern?
Artikel
  1. Prehistoric Planet: Danke, Apple, für so grandiose Dinosaurier!
    Prehistoric Planet
    Danke, Apple, für so grandiose Dinosaurier!

    Musik von Hans Zimmer, dazu David Attenborough als Sprecher: Apples Prehistoric Planet hat einen Kindheitstraum zum Leben erweckt.
    Ein IMHO von Marc Sauter

  2. Sparmaßnahmen: Tech-Unternehmen fahren Neueinstellungen zurück
    Sparmaßnahmen
    Tech-Unternehmen fahren Neueinstellungen zurück

    Technologiekonzerne und Startups reagieren mit Entlassungen und Einstellungsstopps auf die unsichere wirtschaftliche Entwicklung.

  3. Retro Gaming: Wie man einen Emulator programmiert
    Retro Gaming
    Wie man einen Emulator programmiert

    Warum nicht mal selbst einen Emulator programmieren? Das ist lehrreich und macht Spaß - wenn er funktioniert. Wie es geht, zeigen wir am Gameboy.
    Von Johannes Hiltscher

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Samsung 870 QVO 1 TB 79€ • Prime Video: Filme leihen für 0,99€ • Alternate (u. a. Recaro Rae Essential 429€) • Gigabyte RTX 3080 12 GB ab 1.024€ • Mindstar (u. a. AMD Ryzen 5 5600 179€, Palit RTX 3070 GamingPro 669€) • SanDisk Ultra microSDXC 256 GB ab 14,99€ • Sackboy 19,99€ [Werbung]
    •  /