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Facebook-Tochter: Instagram zeigt noch weniger gewünschte Inhalte an

Der Umbau von Instagram geht weiter. Die Facebook-Tochter zeigt seit einiger Zeit verstärkt "empfohlene" Inhalte an, vermutlich, um die Interaktionsraten zu steigern. Eine entsprechende Entwicklung war mit der Facebook-Übernahme allerdings vorauszusehen, und der Anwender kann sich, typisch für Facebook, kaum wehren.

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Instagram ändert den Bilder-Feed erneut.
Instagram ändert den Bilder-Feed erneut. (Bild: Instagram)

Instagram-Benutzer verlieren erneut ein Stück weit die Kontrolle über ihre Timeline. In der eigentlich persönlichen Timeline werden jetzt empfohlene Inhalte von anderen Instagram-Nutzern eingeblendet. Diese werden in der Regel zwar hinter den aktuellen Posts der abonnierten Nutzer positioniert, doch wer den Dienst öfter benutzt, wundert sich, warum er alte Bilder nicht findet und stattdessen völlig unbekannte Nutzer angezeigt bekommt. Die Sektion empfohlener Inhalte wird zwar mit einer Überschrift gekennzeichnet, doch wer schnell durch seine Bilder durchguckt, bemerkt das oft nicht.

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Zuvor wurden empfohlene Bilder - und vor allem Videos - in einem eigenen Menüpunkt dargestellt. Anscheinend reichten die dort generierten Interaktionen der Mutter Facebook nicht, so dass die Inhalte jetzt zusätzlich in der eigenen Timeline erscheinen. Wie bei Instagram üblich, hat der Anwender kaum Möglichkeiten, das einzuschränken. Es gibt immerhin hinter der Überschrift drei Punkte, über die sich temporär die Anzeige verstecken lässt. Doch unserer Erfahrung nach tauchen die Empfehlungen mindestens einmal pro Tag wieder auf.

Damit setzt sich der Trend fort, den Facebook-Weg zu gehen. Das Mutterunternehmen ist während seiner Wachstumsphase für allerhand Funktionen bekannt geworden, die sich gegen das Interesse der Kunden wandten. Das gipfelte 2012 darin, dass Facebook ungefragt E-Mail-Adressen austauschte. Bei Instagram ist die Zahl der Änderungen, die den Dienst verschlechtern, mittlerweile ebenfalls hoch. So werden Videos schon lange auch bei Mobilfunkverbindungen automatisch abgespielt. Deaktivieren lässt sich das nicht.

Umstellungen immer wieder ohne Wahl über eine Einstellung

Die chronologische Anzeige wurde ebenfalls abgeschafft, was besonders ärgerlich ist, wenn Instagram-Nutzer selbst Bilder veröffentlichen, bei denen die Chronologie wichtig ist. Der Dienst ändert diese dann eigenmächtig. Der Konzern begründet das damit, dass die chronologische Anzeige dafür sorge, dass der Anwender Bilder nicht mehr angezeigt bekommt, die wichtig wären. Diese würden möglicherweise zu spät auftauchen. Allerdings lässt Instagram auch hier dem Nutzer keine Wahl. Eine optionale Einstellung wäre zwar im Kundensinne, doch die Klickraten würden sich vermutlich stark reduzieren.

Die Timeline ist zudem mit vielen Inhalten gefüllt, die nichts mit den Abonnements zu tun haben. Zur Finanzierung des Dienstes hat Instagram die Werbung verstärkt, die oft aus Videoclips besteht. Zusätzlich bekommt der Anwender regelmäßig Empfehlungen von Instagram-Nutzern präsentiert, denen man folgen sollte. Da das offenbar nicht reicht, wird der Feed noch mit der Aufforderung gefüllt, Facebook-Nutzer im eigenen Bekanntenkreis für Instagram zu werben. Zusätzlich tauchen im Feed noch die Stories auf, die als Snapchat-Konkurrenz ohnehin oben prominent präsentiert werden. Begründung: Der Anwender könnte die Stories vielleicht verpassen.

Das alles erinnert an den Facebook-Umbau, durch den Anwender kaum noch Einfluss auf die Anzeige in der Timeline haben. Ganz so weit ist es allerdings noch nicht. Instagram zeigt immerhin noch vollständig alle abonnierten Inhalte an. Facebook hingegen versteckt schon lange Beiträge, wenn der Algorithmus diese als unwichtig einstuft. So kann es passieren, dass selbst enge Freunde monatelang nicht angezeigt werden, obwohl diese fleißig posten. Mitunter sind Inhalte fremder Personen wichtiger, weil dort ein Freund kommentiert hat.

Instagram hat die Neuerung nur indirekt in einem Blogpost vor Weihnachten angekündigt, in dem ein Artikel über die Funktion verlinkt wurde. Getestet wird das Empfehlungssystem unserer Erfahrung nach seit Wochen und ist jetzt in Betrieb.



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Ockermonn 29. Dez 2017

Ihr könnt bei Facebook bei Werbung die ihr nicht sehen wollt auch oben rechts auf die...

Runaway-Fan 29. Dez 2017

"Instagram zeigt noch weniger gewünschte Inhalte an" Also ich musste den Artikel erst...

Prinzeumel 29. Dez 2017

Nicht-nerd-freunde haben sicher auch ein telefon und damit steht der Kontaktaufnahme...


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