Facebook: Telefonnummern werden indirekt für Werbung genutzt

Facebook erfragt schon seit geraumer Zeit Telefonnummern der Nutzer, offiziell aus Sicherheitsgründen. Es gibt aber eine Zweitverwertung: Die Nummern werden zwar nicht weitergegeben, lassen sich aber durch Werbetreibende indirekt nutzen.

Artikel veröffentlicht am ,
Telefonnummern sind nicht mehr nur ein Sicherheitsmerkmal.
Telefonnummern sind nicht mehr nur ein Sicherheitsmerkmal. (Bild: Facebook/Screenshot: Golem.de)

Telefonnummern, die Facebook aus Sicherheitsgründen von seinen Nutzern erfragt hat, werden von dem sozialen Netzwerk nun auch zum Geldverdienen genutzt. Sie werden aber immerhin nicht direkt an Werber weitergegeben.

Inhalt:
  1. Facebook: Telefonnummern werden indirekt für Werbung genutzt
  2. Kein Einzelfall, denn Facebook muss Geld verdienen

Business Insider hatte behauptet, dass die Nummern weiterverkauft würden. Facebook hat das dementiert. Die Nummern werden Facebook zufolge gehasht. Ein Werbetreibender, der seine Nummernliste mit Facebook-Nutzern abgleichen will, kann nur erkennen, ob eine Person aus seinem Pool auch bei Facebook ist. Es soll aber nicht möglich sein, diese Person zu identifizieren.

Bedenklich ist allerdings, dass Facebook dies nicht als Grund für das Sammeln der Telefonnummern nennt. Facebook gibt in seiner Hilfe auch weiterhin vor, dass die Telefonnummern aus Sicherheitsgründen gebraucht würden. Für den Fall einer unberechtigten Übernahme eines Facebook-Zugangs oder eines Passwortverlustes soll damit die Chance des Nutzers vergrößert werden, den verlorenen Zugang wiederzuerlangen.

Entwickler wissen, was mit Telefonnummern passiert

Auf den Facebook-Entwicklerseiten wird allerdings zugegeben, wofür die Telefonnummern genutzt werden. So heißt es im Abschnitt Custom Audience Targeting, Telefonnummern und E-Mail-Adressen könnten von Werbenden genutzt werden. Voraussetzung sei, dass sie diese Daten schon erlangt hätten, sei es innerhalb von Facebook oder außerhalb. Codeseitig muss der Entwickler mit Werbeabsichten diese Daten hashen. Damit kann er ein Zielpublikum bilden, um Werbung an genau diese Personen zu schicken.

Stellenmarkt
  1. Senior Cyber Security Engineer (m/w/d)
    DLR Gesellschaft für Raumfahrtanwendungen (GfR) mbH, Weßling
  2. IT-Systemadministrator (m/w)
    Marc Cain GmbH, Bodelshausen
Detailsuche

Facebook meldet sich dann, wenn es Treffer gibt. Ein direkter Nummernabgleich findet nicht statt und der Werbende erhält auch keine Liste von Facebook-Nutzern. In jedem Fall liegt die Nutzung der Telefonnummer aber nicht im Sicherheitsinteresse des Anwenders.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Kein Einzelfall, denn Facebook muss Geld verdienen 
  1. 1
  2. 2
  3.  


knarf 25. Jan 2013

Krasse Wurst!

Trockenobst 03. Dez 2012

Das verlangen einige Leute seit Jahren. Auch gegen Geld die Timeline zu schneiden und...

mcBlues 23. Nov 2012

yep. Und das nur einer der vielen Gründe, warum man Facbook hassen kann. Es gibt...

Vollpfosten 21. Nov 2012

Diese Telefonnummer gab ich in meinem Profil hinterlegt, da kann anrufen wer will Würde...

__destruct() 21. Nov 2012

Also bitte ... bei Handynummern gibt es 1,1×10^12 Möglichkeiten. Ich habe mal eben mit...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
M1 Pro/Max
Dieses Apple Silicon ist gigantisch

Egal ob AMD-, Intel- oder Nvidia-Hardware: Mit dem M1 Pro und dem M1 Max schickt sich Apple an, die versammelte Konkurrenz zu düpieren.
Eine Analyse von Marc Sauter

M1 Pro/Max: Dieses Apple Silicon ist gigantisch
Artikel
  1. Google: Neues Pixel 6 kostet 650 Euro
    Google
    Neues Pixel 6 kostet 650 Euro

    Das Pixel 6 Pro mit Telekamera und schnellerem Display kostet ab 900 Euro. Google verbaut erstmals einen eigenen Prozessor.

  2. Etisalat UAE: Wir haben das beste Netzwerk der Welt
    Etisalat UAE
    "Wir haben das beste Netzwerk der Welt"

    Das Land, wo 98 Prozent der Haushalte FTTH haben, hat ein Programm für die verbliebenen 2 Prozent gestartet. Kunden wollen 1 GBit/s in jedem Raum.

  3. Klimaforscher: Das Konzept der Klimaneutralität ist eine gefährliche Falle
    Klimaforscher
    Das Konzept der Klimaneutralität ist eine gefährliche Falle

    Mit der Entnahme von CO2 in den nächsten Jahrzehnten netto auf null Emissionen zu kommen, klingt nach einer guten Idee. Ist es aber nicht, sagen Klimaforscher.
    Von James Dyke, Robert Watson und Wolfgang Knorr

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Cyber Week: Bis zu 16% auf SSDs & RAM von Adata & bis zu 30% auf Alternate • 3 Spiele für 49€: PC, PS5 uvm. • Switch OLED 369,99€ • 6 Blu-rays für 40€ • MSI 27" Curved WQHD 165Hz HDR 479€ • Chromebooks zu Bestpreisen • Alternate (u. a. Team Group PCIe-4.0-SSD 1TB 152,90€) [Werbung]
    •  /