Facebook Surround 360: Videokamera für Rundum-3D-Videos ist Open Source

Facebook hat auf seinem Entwicklerevent F8 mit der Facebook Surround 360 eine Open-Source-Videokamera vorgestellt, die alles rund um die Kamera in 3D-Video aufnehmen kann. Wer die Kamera nachbauen will, muss jedoch ein großes Budget haben.

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Facebook Surround 360
Facebook Surround 360 (Bild: Facebook)

Die Facebook Surround 360 sieht mit ihrem runden Metallgehäuse aus wie eine fliegende Untertasse. Im Inneren befinden sich 17 miteinander synchronisierte Industriekameras mit 14 Weitwinkel- und drei Fisheye-Objektiven. Die Weitwinkelkameras sind kreisförmig angeordnet, während eine Fisheye-Kamera nach oben und zwei nach unten filmen. Nach Herstellerangaben ist durch die Anordnung sichergestellt, dass stereoskopische Aufnahmen mit jeweils einem Kamerapaar möglich sind, wobei auch die Blickwinkel der oberen und unteren Kameras genutzt werden.

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Jede Kamera ist mit einem 1-Zoll-Sensor mit nur 4,1 Megapixeln Auflösung ausgerüstet, doch das zusammengerechnete Video kann eine Auflösung von bis zu 8K erreichen. Natürlich können auch speicherplatzsparende Alternativen mit niedrigerer Auflösung berechnet werden. Die Software erzeugt aus den Einzelaufnahmen ein nahtloses, stereoskopisches Panorama.

Neben dem Bauplan für das Kamera-Array soll die notwendige Software zum Erzeugen der 3D-360-Grad-Videos in Form eines Open-Source-Projekts im Sommer 2016 auf Github veröffentlicht werden. Wer die Kamera nachbauen will, muss laut Facebook derzeit ungefähr 30.000 US-Dollar investieren. Eigene Kameras will Facebook nicht herstellen.

Nokias Panoramakamera Ozo kostet beispielsweise 60.000 US-Dollar. In ihrem kugelförmigen Kopf, der einen Durchmesser von etwa 20 cm hat, stecken acht miteinander synchronisierte Kameras, deren Sensoren jeweils eine Auflösung von 2.000 x 2.000 Pixeln haben. Jede Kameralinse hat einen Bildwinkel von 195 Grad. Zusammen zeichnen sie stereoskopische Panoramavideos auf, deren Sichtfeld in der Vertikalen 180 Grad und in der Horizontalen 360 Grad umfasst. Für die Audioaufzeichnung gibt es acht Mikrofone.

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Im September 2015 präsentierte Gopro mit der Odyssey eine Halterung für Googles VR-Plattform Jump, in der 16 im Kreis montierte Gopro-Kameras stecken. Das gesamte Gestell kostet mit Kameras knapp 13.500 Euro. Damit lassen sich zwar Rundumvideos herstellen, aber keine stereoskopischen Aufnahmen. Zudem filmt das Kamera-Array weder nach oben noch nach unten.

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