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Facebook: Spitzelvorwürfe und Yahoo-Einigung

Nutzer sollen Facebook anonym verraten, ob ihre Freunde mit ihrem Klarnamen oder unter Pseudonym angemeldet sind - im Netz sorgt das für Ärger. Aus Sicht von Facebook dürfte eine neue Kooperation mit Yahoo allerdings wichtiger sein.

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Facebook: Spitzelvorwürfe und Yahoo-Einigung
(Bild: Valentin Flauraud/Reuters)

"Hilf uns dabei Facebook zu verbessern": Diese Überschrift trägt ein Fenster, das einige Nutzer beim Einloggen in das soziale Netzwerk angezeigt bekommen. Der User bekommt ein Bild angezeigt, bei dem es sich um das Profilbild eines anderen Nutzers handelt, und soll dann die Frage beantworten, ob es sich um den "echten Namen" des Freundes handelt. Laut Facebook ist die Antwort "anonym und hat keinen Einfluss auf das Konto" der betroffenen Person. Der Nutzer kann die Frage nach der Identität mit Ja oder Nein beantworten, aber auch sagen, dass er die Person nicht kennt oder dass er nicht antworten möchte.

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Offenbar geht es Facebook darum, die Namen der Nutzer zu überprüfen. Darauf weist auch ein gleichzeitig eingeblendeter Link auf die "Richtlinien für Namen" hin. In den Nutzungsbedingungen heißt es dazu: "Facebook-Nutzer geben ihre wahren Namen und Daten an und wir benötigen deine Hilfe, damit dies so bleibt."

Viele Nutzer fühlen sich von der Frage nach dem Freundesnamen belästigt. Auf Facebook selbst macht der Vorgang in den Kommentaren unter verärgerten Überschriften die Runde, Blogger schreiben über 'Stasibook'.

Unterdessen hat Facebook einen großen Gegner weniger: Das Unternehmen hat den Rechtsstreit mit Yahoo über Patente endgültig beendet und eine Kooperation mit dem nun ehemaligen Konkurrenten geschlossen. Ihre Patente können die Firmen gegenseitig nutzen, außerdem wollen sie künftig bei der Werbung und bei Inhalten - etwa Yahoos Medienberichterstattung - zusammenarbeiten. Facebook-Vizechefin Sheryl Sandberg und Yahoo-Interimschef Ross Levinsohn gaben sich in einer Pressemitteilung hocherfreut. Mark Zuckerberg hat sich bislang nicht geäußert.

Dem Aktienkurs hilft die Kooperation nur teilweise: Trotz eines sonst sehr negativen Börsenumfelds konnten die Anteilsscheine von Facebook um fast ein Prozent zulegen. Der Kurs von Yahoo verlor dagegen um knapp ein halbes Prozent.



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