Facebook: Software täuscht Gesichtserkennung mit verzerrten Gesichtern

Aus Willem Dafoe wird ein ähnliches, aber für Gesichtserkennung schwer identifizierbares Abbild: Forscher entwickeln ein Machine-Learning-Programm, das die Gesichter von Menschen so verändert, dass sie vor Erkennungsalgorithmen möglichst gut geschützt werden. Das soll auch in Videos funktionieren.

Artikel veröffentlicht am ,
Willem Dafoe ist fast nicht wiederzuerkennen.
Willem Dafoe ist fast nicht wiederzuerkennen. (Bild: Facebook/Tel-Aviv University)

Forscher bei Facebook an der Tel Aviv University wollen Gesichtserkennung einsetzen, um Gesichtserkennung zu kontern. Das soziale Netzwerk stellte ein Video auf Youtube online, welches diverse Promintente und deren geschützte Versionen zeigt. Dabei werden Gesichter von Zielpersonen so verändert, dass sie von anderen Gesichtserkennungssystemen nicht mehr identifiziert werden können. Die Forscher halten ihr Konzept in einem wissenschaftlichen Dokument (PDF) fest.

Stellenmarkt
  1. Key User ERP (m/w/d)
    Hays AG, Kempten
  2. SAP FI/CO Berater (m/w/x)
    über duerenhoff GmbH, Hannover
Detailsuche

Das System soll unter anderem vor Missbrauch des eigenen Bildes schützen, wenn dieses etwa mit Hilfe von Deep Fakes oder anderen Machine-Learning-Programmen auf andere Körper aufgesetzt wird. Auch Gesichtserkennungssoftware, die Videomaterial von Überwachungskameras auswertet, soll davon in die Irre geführt werden.

Mit Bewegtbildern nutzbar

Das Besondere an De-Identification: Die Software funktioniert mit Videomaterial statt nur mit starren Fotos. Außerdem muss sie nicht für jedes Video erneut trainiert werden. Stattdessen nutzt sie das vorhandene Gesicht der dargestellten Person und verzerrt es so, dass ein verändertes Abbild entsteht. Die Software soll Gesichtszüge und Perspektive beibehalten. Das Ergebnis soll in Videomaterial eingebettet werden können.

Facebook berichtet dem US-Magazin Venturebeat, dass diese Art der Gesichtsverzerrung vorerst nicht in Apps oder Produkten des Unternehmens eingesetzt werde. Allerdings sei die Software für öffentliche Reden interessant, bei denen Menschen die sprechende Person noch erkennen, Gesichtserkennungssoftware hingegen nicht. Allerdings ist die Person im gezeigten Video durch den Verzerrungsgrad teils auch für Menschen nicht zu identifizieren, da wichtige Gesichtsmerkmale verschwinden. Das zeigt etwa das Beispiel von Willem Dafoe, dessen charakteristische Falten nicht mehr erkennbar sind.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Datenleck
Daten von 106 Millionen Thailand-Reisenden geleakt

In einer ungeschützten Datenbank fanden sich die Daten der Thailand-Reisenden aus den letzten zehn Jahren - inklusive Reisepassnummern.

Datenleck: Daten von 106 Millionen Thailand-Reisenden geleakt
Artikel
  1. Laserbeamer: Xiaomis Kurzdistanzprojektor kostet unter 1.500 Euro
    Laserbeamer
    Xiaomis Kurzdistanzprojektor kostet unter 1.500 Euro

    Der Fengmi R1 kann aus der Nähe Bilder von 50 bis 200 Zoll aufspannen und kostet relativ wenig. Dafür macht er bei der Auflösung Abstriche.

  2. Betriebssystem: Einige Windows-11-Apps funktionieren nicht ohne Internet
    Betriebssystem
    Einige Windows-11-Apps funktionieren nicht ohne Internet

    Um Platz zu sparen, müssen sich einige vorinstallierte Windows-11-Apps mit dem Internet verbinden. Auch ein Microsoft-Konto ist dafür nötig.

  3. Weihnachtsgeschäft: Amazon benötigt wieder 10.000 Saisonkräfte
    Weihnachtsgeschäft
    Amazon benötigt wieder 10.000 Saisonkräfte

    Amazon stellt im Weihnachtsgeschäft wieder viele Befristete ein und zahlt angeblich 12 Euro brutto.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Asus 23,8" FHD 144Hz 166,90€ • PS5 bei Amazon zu gewinnen • Gaming-PC mit Ryzen 5 & RTX 3060 999€ • Corsair MP600 Pro 1TB mit Heatspreader PS5-kompatibel 162,90€ • Alternate (u. a. Asus WLAN-Adapter PCIe 24,90€) • MM-Prospekt (u. a. Asus TUF 17" i5 RTX 3050 1.099€) [Werbung]
    •  /