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Facebook: Software täuscht Gesichtserkennung mit verzerrten Gesichtern

Aus Willem Dafoe wird ein ähnliches, aber für Gesichtserkennung schwer identifizierbares Abbild: Forscher entwickeln ein Machine-Learning-Programm, das die Gesichter von Menschen so verändert, dass sie vor Erkennungsalgorithmen möglichst gut geschützt werden. Das soll auch in Videos funktionieren.
/ Oliver Nickel
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Willem Dafoe ist fast nicht wiederzuerkennen. (Bild: Facebook/Tel-Aviv University)
Willem Dafoe ist fast nicht wiederzuerkennen. Bild: Facebook/Tel-Aviv University

Forscher bei Facebook an der Tel Aviv University wollen Gesichtserkennung einsetzen, um Gesichtserkennung zu kontern. Das soziale Netzwerk stellte ein Video(öffnet im neuen Fenster) auf Youtube online, welches diverse Promintente und deren geschützte Versionen zeigt. Dabei werden Gesichter von Zielpersonen so verändert, dass sie von anderen Gesichtserkennungssystemen nicht mehr identifiziert werden können. Die Forscher halten ihr Konzept in einem wissenschaftlichen Dokument (PDF)(öffnet im neuen Fenster) fest.

Das System soll unter anderem vor Missbrauch des eigenen Bildes schützen, wenn dieses etwa mit Hilfe von Deep Fakes oder anderen Machine-Learning-Programmen auf andere Körper aufgesetzt wird. Auch Gesichtserkennungssoftware, die Videomaterial von Überwachungskameras auswertet, soll davon in die Irre geführt werden.

Mit Bewegtbildern nutzbar

Das Besondere an De-Identification: Die Software funktioniert mit Videomaterial statt nur mit starren Fotos. Außerdem muss sie nicht für jedes Video erneut trainiert werden. Stattdessen nutzt sie das vorhandene Gesicht der dargestellten Person und verzerrt es so, dass ein verändertes Abbild entsteht. Die Software soll Gesichtszüge und Perspektive beibehalten. Das Ergebnis soll in Videomaterial eingebettet werden können.

Facebook berichtet dem US-Magazin Venturebeat(öffnet im neuen Fenster) , dass diese Art der Gesichtsverzerrung vorerst nicht in Apps oder Produkten des Unternehmens eingesetzt werde. Allerdings sei die Software für öffentliche Reden interessant, bei denen Menschen die sprechende Person noch erkennen, Gesichtserkennungssoftware hingegen nicht. Allerdings ist die Person im gezeigten Video durch den Verzerrungsgrad teils auch für Menschen nicht zu identifizieren, da wichtige Gesichtsmerkmale verschwinden. Das zeigt etwa das Beispiel von Willem Dafoe, dessen charakteristische Falten nicht mehr erkennbar sind.


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