Facebook: Oculus Quest 2 ist günstiger und billiger
Facebook hat das Oculus Quest 2(öffnet im neuen Fenster) vorgestellt, den Nachfolger des Oculus Quest (Test) . Das VR-Headset weist ein höher auflösendes Display, ein schnelleres System-on-a-Chip und überarbeitete Controller auf. Erste Tests(öffnet im neuen Fenster) kritisieren(öffnet im neuen Fenster) vor allem die Änderungen, welche den niedrigen Startpreis von 350 Euro statt 450 Euro ermöglichen.
Das Oculus Quest 2 nutzt ein LC-Panel statt zwei OLED-Bildschirme, was den Schwarzwert etwas verschlechtert. Statt 1.440 x 1.600 Bildpunkten pro Auge und einer Pentile-Matrix gibt es allerdings nun 1.832 x 1.920 Pixel und eine RGB-Struktur, weshalb die Auflösung signifikant besser ist. Die Frequenz liegt bei 90 Hz statt 72 Hz, jedoch vorerst nur für Systemanwendungen und später dann für Zweit/Drittentwickler.
Ärgerlicherweise fehlt der von 58 mm bis 72 mm frei justierbare Schieberegler für den Pupillenabstand (IPD), stattdessen müssen die Linsen angefasst und eine von drei Positionen – 58 mm, 63 mm oder 68 mm – geschoben werden. Wer eine IPD dazwischen hat, muss mit einem unscharfen Bild leben, was tendenziell schneller zu Unwohlsein führt.

Mit 571 Gramm ist das Oculus Quest 2 etwas leichter als der Vorgänger. Der Tragekomfort ist den Testern zufolge aber schlechter, da Facebook eine billige Halterung verwendet. Das Kopfband erinnert an das des Oculus Go, ist nicht flexibel und muss bei jedem Aufsetzen neu eingestellt werden. Der komfortablere Elite-Riemen kostet 50 Euro extra, der Elite-Riemen mit Batterie und Tragetasche wird für 130 Euro Aufpreis angeboten.
Im Inneren des VR-Headsets steckt Qualcomms XR2 , eine angepasste Version des Snapdragon 865 . Verglichen mit dem Snapdragon 835 im ersten Quest soll die CPU/GPU-Performance doppelt so hoch ausfallen. Hinzu kommen 6 GByte statt 4 GByte RAM und Facebook bietet das Oculus Quest mit 64 GByte sowie 256 GByte Speicherplatz an.
Die Controller entsprechen nur bedingt denen des ersten Quest, denn sie sind breiter und schwerer und die vom Rift bekannte Daumenablage kehrt zurück. Die raue Gummierung für besseren Halt wurde allerdings gestrichen, weshalb gleich mehrere Tests die neuen Eingabegeräte als schlechter bezeichnen.
Um das Oculus Quest 2 nutzen zu können, ist ein Facebook-Account zwingend notwendig. Damit einher gehen der Klarnamenzwang und eine vergleichsweise strenge Moderation in virtuellen Welten. So müssen vor dem Start gleich sieben Zustimmungen erteilt werden, unter anderem für multiple Nutzungsbedingungen und Datenschutzrichtlinien. In Deutschland ist das Oculus Quest 2 derzeit nicht bestellbar, da das Zusammenführen der Daten von Facebook und Oculus die Aufsichtsbehörden alarmiert hat. Ob ein aus Österreich importiertes Gerät hierzulande funktioniert, wissen wir nicht.
Aufgrund des Oculus Quest 2 läuft das originale Oculus Quest aus, auch das Oculus Rift S wird eingestellt. Das Oculus Quest 2 lässt sich dank Link-Kabel jedoch wie gehabt am PC betreiben, weshalb der Fokus künftig primär auf dieser Plattform liegen dürfte.
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