Facebook: Nutzer sollen Vertrauenswürdigkeit von Newsquellen bewerten

Der Gründer des sozialen Netzwerks Facebook, Mark Zuckerberg, hat in einem Posting(öffnet im neuen Fenster) einen neuen Schritt zur Qualitätsverbesserung des Newsfeeds angekündigt. Künftig sollen in einem gewichteten Prozess die Nutzer selbst bewerten, ob sie eine Nachrichtenquelle für vertrauenswürdig halten.
Gut bewertete Medien sollen besser im Newsfeed gelistet werden
Outlets, die durch diese Bewertung als vertrauenswürdig gelten, sollen anschließend verstärkt im Newsfeed angezeigt werden. Als weniger zuverlässig geltende Quellen sollen entsprechend weniger Präsenz bekommen.
Um Missbrauch vorzubeugen, können Nutzer nicht einfach bei jeder Quelle angeben, dass sie sie für vertrauenswürdig halten. Dies könnte dazu führen, dass Quellen mit vielen Followern priorisiert werden, obwohl sie objektiv Falschmeldungen verbreiten.
Stattdessen will Facebook eine ausgeglichene und repräsentative Gruppe von Nutzern befragen, ob sie bestimmte Nachrichtenquellen kennen, und – falls ja – ob sie ihnen vertrauen. Dadurch soll ein Eindruck gewonnen werden, ob eine Quelle nur von ihren Lesern als vertrauenswürdig erkannt wird oder ob sie diesen Ruf auch in anderen Teilen der Gesellschaft genießt.
Neues Bewertungssystem startet zuerst in den USA
Aus den Ergebnissen der Umfrage will Facebook anschließend ableiten, welche Medien in den Newsfeeds besser gelistet werden. Zuerst will das soziale Netzwerk die neue Bewertung in den USA anwenden, später soll die Methode auch in anderen Ländern eingeführt werden. Selbst entscheiden, ob ein Medium vertrauenswürdig ist oder nicht, will Facebook nicht.
Gleichzeitig will Facebook seine Umfragen, ob ein Beitrag informativ ist oder nicht, in Zukunft ausweiten. Der Informationsgehalt wird dabei auf einer Skala von eins bis fünf bewertet. Im Januar 2017 hatte Facebook angekündigt , generell wieder mehr persönliche Inhalte in den Newsfeed zu bringen. Der Anteil an Nachrichten soll von fünf auf vier Prozent sinken.



