Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Facebook: Millionen Telefonnummern und Mailadressen veröffentlicht

Seit 2012 gab es einen Bug im DYI-Tool Facebooks, der es Nutzern erlaubte, an nicht öffentliche Telefonnummern und E-Mail-Adressen ihrer Freunde zu gelangen. Der Betreiber hat sich entschuldigt.
/ Achim Sawall
69 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)
Bild: Michael Dalder/Reuters

Durch einen Fehler waren bei Facebook 6 Millionen nicht öffentliche Telefonnummern und E-Mail-Adressen für Freunde sichtbar. Das gab der Betreiber des zweitgrößten sozialen Netzwerks bekannt. "Wir haben dies bereits unseren Aufsichtsbehörden in den USA, Kanada und Europa gemeldet, und wir sind dabei, die betroffenen Nutzer per E-Mail zu benachrichtigen", heißt es bei Facebook Security(öffnet im neuen Fenster).

Gefunden wurde der Fehler durch das White-Hat-Programm des Betreibers, das Sicherheitsprobleme aufspüren soll.

Laut Informationen der Nachrichtenagentur Reuters(öffnet im neuen Fenster) bestand das Sicherheitsproblem seit dem Jahr 2012.

Tina Kulow, die Sprecherin von Facebook-Deutschland, erklärte Golem.de: "Wir mussten vor kurzem feststellen, dass innerhalb unseres Tools 'Download Your Information (DYI)(öffnet im neuen Fenster)' ein Bug aufgetreten ist. Einige Menschen, die das Tool nutzten, haben Informationen erhalten, die sie nicht hätten erhalten dürfen. Es handelt sich dabei ausschließlich um Telefonnummern und E-Mail-Adressen von ihren Facebook-Freunden, auch wenn diese Facebook-Freunde beispielsweise die Sichtbarkeit ihrer E-Mail-Adresse für diese Person nicht erlaubt haben. Wir entschuldigen uns bei den betroffenen Nutzern. Zu diesem Zweck haben wir in den vergangenen Stunden alle Betroffenen individuell informiert. Wir arbeiten hart daran, die Plattform sicher zu machen und solche Bugs in Zukunft auszuschließen."

Facebook ist gegenwärtig wegen der Enthüllungen um Prism massiv unter Druck. Zudem berichtete die New York Times, der frühere Sicherheitschef von Facebook, Max Kelly, sei im Jahr 2010 zur NSA gegangen. Auch wenn die Unternehmen versicherten, nur gezwungenermaßen mit der NSA zu kooperieren, würden gelegentlich eigene geheime Teams mit Firmenexperten gebildet, um bessere Möglichkeiten zur Zusammenarbeit mit der NSA zu finden und die Kundendaten besser zugänglich zu machen. Dies geschehe, um die Vorgänge besser kontrollieren zu können. Die Behörde übe einen subtilen, aber starken Druck aus, um besseren Zugriff auf Daten zu haben.


Relevante Themen