Facebook: Konzern will verstärkt jüngere Zielgruppen ansprechen

Unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind Facebooks Dienste kaum noch gefragt. Das will Mark Zuckerberg mit einer Neuausrichtung ändern.

Artikel veröffentlicht am , Manuel Bauer
Facebook soll unter jungen Erwachsenen wieder populärer werden.
Facebook soll unter jungen Erwachsenen wieder populärer werden. (Bild: KIRILL KUDRYAVTSEV via Getty Images)

Facebook-Boss Mark Zuckerberg hat im Rahmen einer Investoren-Konferenz eine langfristige Neuausrichtung seines Konzerns angekündigt. Wie The Verge berichtet, sollen die hauseigenen Angebote demnach verstärkt auf die Interessen junger Erwachsener ausgerichtet werden, eine Zielgruppe, die sich immer weniger für die Dienste des Unternehmens interessiert.

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Laut Zuckerberg hat sich Facebook in den vergangenen Jahren vor allem darauf konzentriert, seine Netzwerke für ein möglichst breites Spektrum an Nutzerinnen und Nutzern zu optimieren. Dabei seien die Interessen jüngerer User auf der Strecke geblieben. Im Zuge der Neuausrichtung rechnet er mit einem verlangsamten Wachstum im Bereich älterer Nutzer, hält den gewählten Ansatz aber dennoch für den richtigen.

Bis die geplanten Änderungen tatsächlich vollumfänglich zum Tragen kommen, könnten laut Zuckerberg Jahre vergehen. Er habe mehrere Teams für die Erarbeitung neuer Konzepte abbestellt, mit denen das Unternehmen die Interessen junger Erwachsener zur obersten Priorität machen wolle. Zeitnahe Änderungen kündigt der CEO indes für Instagram an.

Instagram soll Fokus auf Videos legen

Das soziale Fotonetzwerk soll bereits kurzfristig einen stärkeren Fokus auf Videoinhalte legen und zu diesem Zweck radikalen Änderungen unterzogen werden. Unter anderem will man die sogenannten Reels zum zentralen Teil des Angebots machen, um dem Konkurrenten Tiktok die Stirn zu bieten.

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Mit den nun vorgestellten Plänen scheint Facebook auf jüngst durchgesickerte interne Dokumente zu reagieren. Die hatten laut Bericht offengelegt, dass Facebook in den kommenden Jahren ein massiver Nutzerschwund droht, weil sich jüngere Zielgruppen zunehmend anderen Diensten zuwenden.

Aus den Unterlagen dieser internen Studie gehen auch erste Ideen hervor, mit denen Facebook dem Trend entgegenwirken will. So will das Unternehmen unter anderem seine Gruppenseiten stark verbessern, neue Möglichkeiten zur Jobsuche via Facebook anbieten und sogenannte Mood Feeds einführen.

Facebook nach Enthüllungen stark unter Druck

Facebook geriet zuletzt nach Aussagen einer Whistleblowerin massiv unter Druck. Die ehemalige Mitarbeiterin hatte unter anderem behauptet, dass das Unternehmen sich über die negativen Auswirkungen von Instagram auf die Psyche junger Frauen bewusst sei und diese billigend in Kauf nehme, um seine Umsätze zu maximieren.

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