Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Facebook: Keine Europäer von Cambridge-Analytica-Skandal betroffen

Daten von Millionen Mitgliedern aus Europa auf den Rechnern einer dubiosen Analysefirma: So schätzte Facebook ursprünglich das Ausmaß des Cambridge-Analytica-Skandals ein. Nun folgt Entwarnung – aber ganz sicher ist sich Facebook immer noch nicht.
/ Peter Steinlechner und dpa
3 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Europäer sind vom Cambridge-Analytica-Skandal vermutlich doch nicht betroffen. (Bild: Mladen Aantonov/AFP/Getty Images)
Europäer sind vom Cambridge-Analytica-Skandal vermutlich doch nicht betroffen. Bild: Mladen Aantonov/AFP/Getty Images

Vom Facebook-Datenskandal um Cambridge Analytica sind offenbar keine europäischen Nutzer betroffen. Das bekräftige Facebook-Manager Steve Satterfield am 25. Juni 2018 bei einer Anhörung im Brüsseler Europaparlament. "Die besten Informationen, die uns vorliegen, deuten darauf hin, dass keine europäischen Daten weitergegeben worden sind." Dabei stütze er sich auf die Verträge zwischen dem Cambridge-Professor Aleksandr Kogan und der Datenanalysefirma Cambridge Analytica, auf Kogans Aussagen sowie auf die Untersuchungen von Facebook selbst.

Nach früheren Angaben des sozialen Netzwerks könnten bei dem Skandal Daten von bis zu 87 Millionen Mitgliedern widerrechtlich an Cambridge Analytica weitergegeben worden sein. Die britische Firma bekam die Daten von Kogan, der bei Facebook eine Umfrage durchgeführt hatte.

Facebook Privatsphäre-Spots (2018)
Facebook Privatsphäre-Spots (2018) (01:27)

Früheren Angaben zufolge hätten auch bis zu 310.000 Nutzer aus Deutschland und mehrere Millionen aus Europa betroffen sein können – so hatte Facebook selbst das maximal mögliche Ausmaß des Skandals eingeschätzt. Später teilte das Unternehmen in Antworten auf Fragen an Firmenchef Mark Zuckerberg in Brüssel mit, möglicherweise seien doch keine Daten von Europäern betroffen gewesen.

Abschließend ließe sich das jedoch noch nicht beurteilen, schränkte Satterfield bei der Anhörung ein. Dazu müssten die Computer von Cambridge Analytica überprüft werden. Auf die entsprechende Erlaubnis der britischen Datenschutzbeauftragten werde noch gewartet.


Relevante Themen