Abo
  • Services:

Facebook kauft Whatsapp: Zuckerberg hat verstanden

Facebook verdient sein Geld mit dem Schaulaufen um Aufmerksamkeit - Whatsapp funktioniert ganz anders. Und wird genau deshalb jetzt übernommen. Wieso die Kommunikationssoftware Mark Zuckerberg insgesamt 19 Milliarden Dollar wert ist.

Artikel veröffentlicht am , Pascal Paukner/Süddeutsche.de
Whatsapp ist Mark Zuckerberg 19 Milliarden US-Dollar wert.
Whatsapp ist Mark Zuckerberg 19 Milliarden US-Dollar wert. (Bild: Andrew Harrer/Bloomberg via Getty Images)

In einem Büro in Mountain View im US-Bundesstaat Kalifornien hängt ein bemerkenswertes Blatt Papier. Es ist liniert mit Rand. Man könnte es für einen ganz gewöhnlichen Notizzettel halten. Doch es ist viel mehr. Drei Sätze hat sein Eigentümer darauf niedergeschrieben, mit blauer Tinte. Jeder von ihnen endet mit einem Ausrufezeichen. No ads! No games! No gimmicks! Also: keine Werbung, keine Spiele, keine ablenkenden Zusätze.

Inhalt:
  1. Facebook kauft Whatsapp: Zuckerberg hat verstanden
  2. Was Facebook von Whatsapp lernen kann

Es ist das Manifest eines Mannes, der nun zu den Wichtigsten gehört, die es in der Technikindustrie gibt: Jan Koum ist der Erfinder der Kommunikationssoftware Whatsapp. Er hat sich die Sätze an den Schreibtisch gepinnt, jeden Tag wollte er sich dran erinnern. Diese Standhaftigkeit zahlt sich nun aus. Insgesamt 19 Milliarden US-Dollar - so viel ist das, was Koum geschaffen hat, nach Ansicht von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg wert.

Facebook kauft Whatsapp. Seit Jahren hat es in der Technikindustrie keine größere Nachricht gegeben. Noch niemals hat ein Startup für so viel Geld den Besitzer gewechselt, sagen Analysten. Koum legte den Vertrag auf seine alte Bürotür, um zu unterschreiben.

450 Millionen aktive Nutzer hat Whatsapp laut eigenen Angaben. Mehr als 70 Prozent davon nutzen den Service täglich. Jeden Tag melden sich mehr als eine Million Menschen neu an. 19 Milliarden Nachrichten werden jeden Tag verschickt. Fast doppelt so viele werden empfangen, da viele die App benutzen, um als Gruppe zu chatten.

Whatsapp gibt es seit fünf Jahren - es ist ein Triumph

Stellenmarkt
  1. FES Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH, Frankfurt am Main
  2. SD Worx GmbH, Berlin, Dreieich

Whatsapp hat innerhalb von fünf Jahren eine Kommunikationsmaschinerie aufgebaut, die auf wundersame Weise von gerade einmal 31 Software-Ingenieuren am Laufen gehalten wird. Das fünf Jahre alte Unternehmen ist ein Triumph. So gewaltig, dass Facebook ihn schon lange nicht mehr ignorieren konnte.

Seit langem gibt es Übernahmegerüchte. Google hat es versucht, Facebook hat mehrfach angeklopft. Doch lange hatte sich Whatsapp-Gründer Koum geweigert. Er wollte nicht verkaufen, sondern sein Ding machen.

Noch vor wenigen Wochen trat der 37-Jährige bei der Internetkonferenz DLD in München auf. Von einer Übernahme war damals keine Rede. Koum pries seine Unabhängigkeit und er tat es überzeugend. Doch vor wenigen Tagen nun rief Zuckerberg erneut an.

Diesmal hatte er so viel Kohle aufgebracht, dass selbst ein Idealist wie Koum schwach wurde. Er sagte zu. Jetzt gehört Whatsapp zu Facebook - und das Interessanteste an dieser Meldung sind gar nicht einmal die imposanten Zahlen.

Was Facebook von Whatsapp lernen kann 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. 3 Blu-rays für 15€, 2 Neuheiten für 15€)

pholem 02. Mär 2014

Da haben wir wohl unterschiedliche Interpretationen davon, was der Autor mit "privatem...

GeroflterCopter 25. Feb 2014

Wieso ist der Dollar nichts mehr wert wenn ein Unternehmen ein anderes Unternehmen...

Ben Stan 25. Feb 2014

Aber dann hätte sich der PC oder Smartphones vielleicht nie so durchgesetzt wie heute?

Impergator 22. Feb 2014

Ich hab das Buch zuletzt vor einem halben Jahr gelesen, also kurz vor dem NSA-Skandal und...

xtrem 22. Feb 2014

Und was ist jetzt dieses Basefuck?


Folgen Sie uns
       


Forza Horizon 4 - Golem.de Live (Teil 1)

Michael zeigt alle Jahreszeiten und Spielmodi in Forza Horizon 4.

Forza Horizon 4 - Golem.de Live (Teil 1) Video aufrufen
Augmented Reality: Das AR-Fabrikgelände aus dem Smartphone
Augmented Reality
Das AR-Fabrikgelände aus dem Smartphone

Derzeit ist viel von einer Augmented Reality Cloud die Rede. Golem.de hat mit dem Berliner Startup Visualix über den Stand der Technik und künftige Projekte für Unternehmenskunden gesprochen - und darüber, was die Neuerungen für Pokémon Go bedeuten könnten.
Ein Interview von Achim Fehrenbach

  1. Jarvish Motorradhelm bringt Alexa in den Kopf
  2. Patentantrag Apple plant Augmented-Reality in der Windschutzscheibe
  3. Magic Leap Lumin OS Erste Bilder des Betriebssystems für Augmented Reality

Campusnetze: Das teure Versäumnis der Telekom
Campusnetze
Das teure Versäumnis der Telekom

Die Deutsche Telekom muss anderen Konzernen bei 5G-Campusnetzen entgegenkommen. Jahrzehntelang von Funklöchern auf dem Lande geplagt, wollen Siemens und die Automobilindustrie nun selbst Mobilfunknetze aufspannen. Auch der öffentliche Rundfunk will selbst 5G machen.
Eine Analyse von Achim Sawall

  1. Funklöcher Telekom bietet freiwillig hohe 5G-Netzabdeckung an
  2. 5G Telekom hat ihr Mobilfunknetz mit Glasfaser versorgt
  3. Stadtnetzbetreiber 5G-Netz kann auch aus der Box kommen

Galaxy A9 im Hands on: Samsung bietet vier
Galaxy A9 im Hands on
Samsung bietet vier

Samsung erhöht die Anzahl der Kameras bei seinen Smartphones weiter: Das Galaxy A9 hat derer vier, zudem ist auch die restliche Ausstattung nicht schlecht. Aus verkaufspsychologischer Sicht könnte die Einstufung in die A-Mittelklasse bei einem Preis von 600 Euro ein Problem sein.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Auftragsfertiger Samsung startet 7LPP-Herstellung mit EUV
  2. Galaxy A9 Samsung stellt Smartphone mit vier Hauptkameras vor
  3. Galaxy J4+ und J6+ Samsung stellt neue Smartphones im Einsteigerbereich vor

    •  /