Was Facebook von Whatsapp lernen kann

Es ist die Ansage von Mark Zuckerberg, dass er verstanden hat. Dass Facebook mitmacht beim Kulturwandel, den Whatsapp so erfolgreich vorhergesehen hatte: mobile Kommunikation.

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Als Whatsapp im Jahr 2009 gegründet wurde, da dachten die meisten Internetunternehmer noch, sie müssten vor allem einen überzeugenden Webauftritt basteln. Das Smartphone? Ja, auch wichtig. Aber erst einmal wollten sie ihr Produkt für den Schreibtischrechner konzipieren. Auch Mark Zuckerberg dachte lange Zeit so.

Koum und sein Mitgründer Brian Acton hielten davon nicht viel. Sie wählten den radikalen Ansatz und bauten nur für das Smartphone. Rechner und Laptops? Egal. Die Macher setzten umso konsequenter auf die mobile Welt. Whatsapp mag nicht hübsch sein, aber es ist gut designt.

Wer schon einmal eine SMS verschickt hat, versteht schnell, wie das Programm funktioniert. Man gibt seine Telefonnummer ein, schon kann es losgehen. Gimmicks und Spielereien - das gibt es nicht. Warum auch? Koum hatte erkannt, dass Kommunikation am besten funktioniert, wenn sie authentisch ist.

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Wen schreiben die Menschen in ihr Smartphone-Adressbuch? Ihre besten Freunde. Wie halten die Menschen ihre Erlebnisse fest? Mit der Kamera ihres Smartphones. Wo zeigen sie, wie sie wirklich sind? Im Gespräch unter vier Augen oder in kleinen Gruppen. All diese Ideen sind in Whatsapp verwirklicht.

Das Programm ist viel mehr als der SMS-Ersatz, für den es immer gehalten wird. Whatsapp schlug dort zu, wo Facebook besonders angreifbar war. In Facebooks Zentrum stand nie die private Kommunikation. Es war immer ein Schaulaufen um Aufmerksamkeit. Auf der Startseite, im Nachrichtenstrom, zeigen sich Menschen von ihrer besten Seite. Sie konkurrieren dort mit ihrem sozialen Umfeld um Aufmerksamkeit. Aber auch mit Promis, Modemarken, Nachrichten und Werbeanzeigen.

Doch die meisten Menschen leben keinen Jetset. Sie gehen jeden Tag zur Arbeit, essen Käsebrot und fahren mit 80 Kilometern in der Stunde auf der Landstraße. Nichts von dem ist so spektakulär, dass man es beständig nach draußen posaunen möchte. Aber man möchte es mit seinem Partner besprechen, seinen Geschwistern, Kollegen oder dem Kegelverein. Whatsapp bietet einem die Möglichkeit dazu.

Die Übernahme von Whatsapp zeugt davon, dass Mark Zuckerberg erkannt hat, dass er Facebook auf zwei Prinzipien aufbauen muss. Es wird auch künftig ein halb öffentliches Facebook geben. Dort ist die Heimat für die besten Erlebnisse, die großen Momente im Leben. Dort lässt sich auch Werbung platzieren.

Neben dieses öffentliche Facebook wird aber auch ein privates Facebook treten. Dort ist Platz für den Alltag, Klein-Klein und das Gequatsche. Keine Werbung, keine Spiele, keine Gimmicks. So soll es sein. Nun muss nur noch die Wall Street mitspielen.

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 Facebook kauft Whatsapp: Zuckerberg hat verstanden
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pholem 02. Mär 2014

Da haben wir wohl unterschiedliche Interpretationen davon, was der Autor mit "privatem...

GeroflterCopter 25. Feb 2014

Wieso ist der Dollar nichts mehr wert wenn ein Unternehmen ein anderes Unternehmen...

Ben Stan 25. Feb 2014

Aber dann hätte sich der PC oder Smartphones vielleicht nie so durchgesetzt wie heute?

Impergator 22. Feb 2014

Ich hab das Buch zuletzt vor einem halben Jahr gelesen, also kurz vor dem NSA-Skandal und...



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