Facebook, Instagram, Whatsapp: Warum Meta Geld an die Telekom zahlen muss

Wenig ist bekannt über die Verträge zwischen der Deutschen Telekom und Meta über Zahlungen für Internet-Traffic und Peering für die sozialen Netzwerke des US-Konzerns. Das Landgericht Köln gab unlängst einer Klage der Telekom statt, wonach Meta trotz einer Vertragskündigung 20 Millionen Euro für die Bereitstellung von Private Interconnects zahlen muss .
Meta dürfte dagegen Widerspruch vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf einlegen. Es gebe keine Grundlage für die Forderungen der Telekom, denn das Vertragsverhältnis bestehe seit Ende des Jahres 2020 nicht mehr, war von Golem.de aus informierten Kreisen zu erfahren. Ein Meta-Sprecher erklärte uns auf Anfrage: "Wir sind mit der Entscheidung des Gerichts grundsätzlich nicht einverstanden, da wir die Ansprüche der Deutschen Telekom für unbegründet halten und daher alle verfahrenstechnischen Möglichkeiten prüfen." Telekom-Sprecherin Nicole Schmidt betonte im Gespräch Golem.de lediglich: "Es gab einen Vertrag zwischen Meta und Deutscher Telekom, in dem entsprechende Zahlungen vereinbart waren." Doch was ist überhaupt der Hintergrund dieser Zusammenarbeit, was haben beide Seiten davon – und wie ist der Deal mit der Netzneutralität zu vereinbaren, wonach alle Daten gleichrangig behandelt werden müssen?