Abo
  • Services:

Facebook: "Freunde-finden"-Funktion war unzulässig

Der Bundesgerichtshof hat gegen Facebook entschieden: Die umstrittene "Freunde-finden"-Funktion war unzulässig. Facebook habe seine Mitglieder außerdem über die Nutzung der Kontaktdaten in die Irre geführt.

Artikel veröffentlicht am ,
Facebook habe seine Nutzer in die Irre geführt, findet der Bundesgerichtshof.
Facebook habe seine Nutzer in die Irre geführt, findet der Bundesgerichtshof. (Bild: Brendan Smialowski/AFP/Getty Images)

Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass die mithilfe der Funktion "Freunde finden" bei Facebook verschickten Einladungs-E-Mails an Personen, die nicht registriert sind, eine "wettbewerbsrechtlich unzulässige belästigende Werbung" darstellen. Außerdem habe das Unternehmen seine Mitglieder "über Art und Umfang der Nutzung der von ihm importierten Kontaktdaten irregeführt".

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Leonberg
  2. DR. JOHANNES HEIDENHAIN GmbH, Traunreut (Raum Rosenheim)

Der beim Registrierungsvorgang eingeblendete Hinweis "Sind deine Freunde schon bei Facebook?" habe nicht ausreichend darüber aufgeklärt, dass die importierten E-Mail-Kontaktdaten ausgewertet werden und ein Versand der Einladungen auch an Personen erfolgt, die noch nicht bei Facebook registriert sind.

Geklagt hatte der Bundesverband der Verbraucherzentralen und Verbraucherverbände in Deutschland (Vzbv). Facebook hatte sich unter anderem mit dem Argument gewehrt, dass es nur die technische Plattform biete, um den Aufbau eines Kommunikationsnetzwerks zu ermöglichen. Letztlich ging es deshalb um die Frage, ob die Mail als private Nachrichten oder eben als Werbung zu sehen sind.

Auswirkungen auf andere Werbetreibende

Die umstrittene "Freunde finden"-Funktion wird schon seit geraumer Zeit so nicht mehr verwendet. Der Vzbv will nun prüfen, welche Auswirkungen das Urteil auf die aktuelle Form der Funktion hat. Die Entscheidung ist aber auch deshalb wichtig, weil sie unter anderem die Rechtmäßigkeit der Facebook-Funktion "Custom Audience" in Frage stellt, die viele Unternehmen zu Werbezwecken nutzen. Darauf weist der Kölner Medienanwalt Christian Solmecke hin.

Über "Custom Audiences" ermöglicht Facebook den Firmen, zu Werbezwecken Listen mit Mail-Adressen oder Telefonnummern hochzuladen. "Unternehmen, die die Funktion ohne Einwilligung der Betroffenen nutzen, riskieren ein hohes Bußgeld", warnt Solmecke.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 120,84€ + Versand
  2. 57,99€
  3. für 147,99€ statt 259,94€

hirnchen 17. Jan 2016

Ich vermute mal es geht im speziellen um die erweiterten Möglichkeit der Facebook-App...

OnTheEdge 15. Jan 2016

'Manager', 'VW' und 'schlau' in einem Satz. Gewagte Kombi.


Folgen Sie uns
       


Razer-Nommo-Chroma-Boxen - Test

Haartrockner oder doch Lautsprecher? Wir testen Razers Nommo-Chroma-Boxen und tendieren zu Ersterem.

Razer-Nommo-Chroma-Boxen - Test Video aufrufen
Thermalright ARO-M14 ausprobiert: Der den Ryzen kühlt
Thermalright ARO-M14 ausprobiert
Der den Ryzen kühlt

Mit dem ARO-M14 bringt Thermalright eine Ryzen-Version des populären HR-02 Macho Rev B. Der in zwei Farben erhältliche CPU-Kühler leistet viel und ist leise, zudem hat Thermalright die Montage etwas verbessert.
Ein Hands on von Marc Sauter


    Dell XPS 13 (9370) im Test: Sehr gut ist nicht besser
    Dell XPS 13 (9370) im Test
    Sehr gut ist nicht besser

    Mit dem XPS 13 (9370) hat Dell sein bisher exzellentes Ultrabook in nahezu allen Bereichen überarbeitet - und es teilweise verschlechtert. Der Akku etwa ist kleiner, das spiegelnde Display nervt. Dafür überzeugen die USB-C-Ports, die Kühlung sowie die Tastatur, und die Webcam wurde sinnvoller.
    Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

    1. Ultrabook Dell hat das XPS 13 ruiniert
    2. XPS 13 (9370) Dells Ultrabook wird dünner und läuft kürzer
    3. Ultrabook Dell aktualisiert XPS 13 mit Quadcore-Chip

    Adblock Plus: Bundesgerichtshof erlaubt Einsatz von Werbeblockern
    Adblock Plus
    Bundesgerichtshof erlaubt Einsatz von Werbeblockern

    Der Bundesgerichtshof hat im Streit um die Nutzung von Werbeblockern entschieden: Eyeo verstößt mit Adblock Plus gegen keine Gesetze. Axel Springer hat nach dem Urteil angekündigt, Verfassungsbeschwerde einreichen zu wollen.

    1. Urheberrecht Easylist muss Anti-Adblocker-Domain entfernen

      •  /