Wer die Zukunft hinterfragt, verliert

Mit der neu vorgestellten Bot Engine sollen Entwickler künftig noch mehr Bots programmieren. Gleichzeitig sollen die Nutzer ab sofort direkt nach Bots suchen können. Für Facebook, aber auch für Microsoft, sind Chatbots die Zukunft eines "Internets der Konversation", wovon letztlich vor allem Unternehmen profitieren. Sie können so direkter mit ihren Kunden in Kontakt treten und ihre Produkte anpreisen. Der Vorteil etwa für Facebook: Die mittlerweile 900 Millionen Nutzer des Messengers verbringen noch mehr Zeit auf der Plattform und müssen seltener auf externe Apps zugreifen.

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Damit das alles möglichst natürlich wirkt, setzt Facebook auf künstliche Intelligenz. Entwickler können für ihre Bots Facebooks selbstlernende Algorithmen verwenden, die - je häufiger sie eingesetzt werden - natürliche Gespräche zunehmend besser simulieren. Aber nicht nur im Messenger soll künstliche Intelligenz in den kommenden Jahren zum Standard werden. Sie könne auch Leben retten, sagte Zuckerberg. Als Beispiel erwähnte er Hautkrebs, den Algorithmen auf Basis von Fotos inzwischen ebenso gut erkennen könnten wie "die weltbesten Hautärzte". Ob das stimmt, sei mal dahingestellt.

Um die eigenen Ambitionen zu verwirklichen, benötigt Facebook möglichst viele Mitstreiter, also Nutzer. Dass die künftig vor allem aus Entwicklungs- und Schwellenländern kommen, ist bekannt. Deshalb möchte das Unternehmen die Vernetzung in diesen Ländern vorantreiben. Mit Internet über Satelliten und Drohnen und Initiativen wie Free Basics, die mobiles Internet für jeden verfügbar und erschwinglich machen.

Dass Free Basics in Indien auf starken Widerstand stieß, blieb auf der F8 ebenso unerwähnt wie jüngste Studien, wonach die Nutzer auf Facebook immer weniger private Details teilen, oder die Frage, ob Gespräche mit Chatbots tatsächlich so viel schneller und praktischer sind als die guten alten Texteingaben.

Facebook will sich unersetzlich machen

Für Facebook und Mark Zuckerberg sind das, wenn überhaupt, allenfalls kleine Stolpersteine auf dem Weg zur Plattform der Zukunft. Die diesjährige Keynote der F8 hat wieder einmal Facebooks Selbstverständnis illustriert, die Welt mit den eigenen Werkzeugen nicht nur verbessern zu wollen, sondern es auch zu können. Die Nutzer sollen nicht darüber nachdenken, ob sie ihren Alltag nun in 360-Grad-Livebildern ins Netz streamen. Sie sollen es einfach machen. Sie sollen sich nicht darüber wundern, in ihrem Messenger Schuhe kaufen zu können, sondern einfach zugreifen. Und wer immer noch glaubt, mit einem VR-Headset beknackt auszusehen: Keine Bange, auch an diesem "Problem" arbeitet Facebook.

Tatsächlich konnte man am Ende von Zuckerbergs Vortrag fast das Gefühl bekommen, die Zukunft müsse genauso aussehen, wie sie Facebook darstellt. Indem sich das Unternehmen - wie Google übrigens auch - frühzeitig in neue Technologien einklinkt und sie mit seiner Milliardennutzerschaft verbindet, macht es sich gewissermaßen unersetzlich. Oder anders gesagt: Wer, ob nun Werbetreibender, Medienunternehmen, App-Entwickler oder Dienstleister, die Zukunftspläne von Facebook hinterfragt, verliert früher oder später den Anschluss. "Wir bauen die Technik, damit jeder die Macht hat, alles mit jedem zu teilen." Wie immer bei Facebook konnte man das fast als eine Drohung verstehen.

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 Facebook F8: Wer die Zukunft hinterfragt, verliert
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