Abo
  • Services:
Anzeige
Mark Zuckerberg bei der Facebook-Entwicklerkonferenz F8
Mark Zuckerberg bei der Facebook-Entwicklerkonferenz F8 (Bild: Josh Edelson/AFP/Getty Images)

Wer die Zukunft hinterfragt, verliert

Mit der neu vorgestellten Bot Engine sollen Entwickler künftig noch mehr Bots programmieren. Gleichzeitig sollen die Nutzer ab sofort direkt nach Bots suchen können. Für Facebook, aber auch für Microsoft, sind Chatbots die Zukunft eines "Internets der Konversation", wovon letztlich vor allem Unternehmen profitieren. Sie können so direkter mit ihren Kunden in Kontakt treten und ihre Produkte anpreisen. Der Vorteil etwa für Facebook: Die mittlerweile 900 Millionen Nutzer des Messengers verbringen noch mehr Zeit auf der Plattform und müssen seltener auf externe Apps zugreifen.

Anzeige

Damit das alles möglichst natürlich wirkt, setzt Facebook auf künstliche Intelligenz. Entwickler können für ihre Bots Facebooks selbstlernende Algorithmen verwenden, die - je häufiger sie eingesetzt werden - natürliche Gespräche zunehmend besser simulieren. Aber nicht nur im Messenger soll künstliche Intelligenz in den kommenden Jahren zum Standard werden. Sie könne auch Leben retten, sagte Zuckerberg. Als Beispiel erwähnte er Hautkrebs, den Algorithmen auf Basis von Fotos inzwischen ebenso gut erkennen könnten wie "die weltbesten Hautärzte". Ob das stimmt, sei mal dahingestellt.

Um die eigenen Ambitionen zu verwirklichen, benötigt Facebook möglichst viele Mitstreiter, also Nutzer. Dass die künftig vor allem aus Entwicklungs- und Schwellenländern kommen, ist bekannt. Deshalb möchte das Unternehmen die Vernetzung in diesen Ländern vorantreiben. Mit Internet über Satelliten und Drohnen und Initiativen wie Free Basics, die mobiles Internet für jeden verfügbar und erschwinglich machen.

Dass Free Basics in Indien auf starken Widerstand stieß, blieb auf der F8 ebenso unerwähnt wie jüngste Studien, wonach die Nutzer auf Facebook immer weniger private Details teilen, oder die Frage, ob Gespräche mit Chatbots tatsächlich so viel schneller und praktischer sind als die guten alten Texteingaben.

Facebook will sich unersetzlich machen

Für Facebook und Mark Zuckerberg sind das, wenn überhaupt, allenfalls kleine Stolpersteine auf dem Weg zur Plattform der Zukunft. Die diesjährige Keynote der F8 hat wieder einmal Facebooks Selbstverständnis illustriert, die Welt mit den eigenen Werkzeugen nicht nur verbessern zu wollen, sondern es auch zu können. Die Nutzer sollen nicht darüber nachdenken, ob sie ihren Alltag nun in 360-Grad-Livebildern ins Netz streamen. Sie sollen es einfach machen. Sie sollen sich nicht darüber wundern, in ihrem Messenger Schuhe kaufen zu können, sondern einfach zugreifen. Und wer immer noch glaubt, mit einem VR-Headset beknackt auszusehen: Keine Bange, auch an diesem "Problem" arbeitet Facebook.

Tatsächlich konnte man am Ende von Zuckerbergs Vortrag fast das Gefühl bekommen, die Zukunft müsse genauso aussehen, wie sie Facebook darstellt. Indem sich das Unternehmen - wie Google übrigens auch - frühzeitig in neue Technologien einklinkt und sie mit seiner Milliardennutzerschaft verbindet, macht es sich gewissermaßen unersetzlich. Oder anders gesagt: Wer, ob nun Werbetreibender, Medienunternehmen, App-Entwickler oder Dienstleister, die Zukunftspläne von Facebook hinterfragt, verliert früher oder später den Anschluss. "Wir bauen die Technik, damit jeder die Macht hat, alles mit jedem zu teilen." Wie immer bei Facebook konnte man das fast als eine Drohung verstehen.

 Facebook F8: Wer die Zukunft hinterfragt, verliert

eye home zur Startseite
TheUnichi 15. Apr 2016

In Amerika ist "Geld ausgeben" und "Geld verdienen" eine Kultur, das ist der American...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. ALPLA Werke Alwin Lehner GmbH & Co KG, Hard (Österreich)
  2. Fresenius Netcare GmbH, Bad Homburg
  3. arago GmbH, Frankfurt am Main
  4. Robert Bosch GmbH, Böblingen


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 4,99€
  2. 59,99€/69,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  3. 4,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Cloud Native Con

    Kubernetes 1.6 versteckt Container-Dienste

  2. Blizzard

    Heroes of the Storm 2.0 bekommt Besuch aus Diablo

  3. APT29

    Staatshacker nutzen Tors Domain-Fronting

  4. Stellenanzeige

    Netflix' führt ausgefeilten Kampf gegen Raubkopien

  5. Xbox One

    Neue Firmware mit Beam und Erfolgsmonitoring

  6. Samsung

    Neue Gear 360 kann in 4K filmen

  7. DeX im Hands On

    Samsung bringt eigene Desktop-Umgebung für Smartphones

  8. Galaxy S8 und S8+ im Kurztest

    Samsung setzt auf lang gezogenes Display und Bixby

  9. Erazer-Serie

    Medion bringt mehrere Komplett-PCs mit AMDs Ryzen heraus

  10. DJI

    Drohnen sollen ihre Position und ihre ID funken



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Gesetzesentwurf: Ein Etikettenschwindel bremst das automatisierte Fahren aus
Gesetzesentwurf
Ein Etikettenschwindel bremst das automatisierte Fahren aus
  1. E-Mail-Lesen erlaubt Koalition bessert Gesetz zum automatisierten Fahren nach
  2. Autonomes Fahren Uber stoppt nach Unfall Versuch mit selbstfahrenden Taxis
  3. Tesla Autopilot Root versichert autonom fahrende Autos

Mobile-Games-Auslese: Würfelkrieger und Kartendiebe für mobile Spieler
Mobile-Games-Auslese
Würfelkrieger und Kartendiebe für mobile Spieler

Synlight: Wie der Wasserstoff aus dem Sonnenlicht kommen soll
Synlight
Wie der Wasserstoff aus dem Sonnenlicht kommen soll
  1. Energieversorgung Tesla nimmt eigenes Solarkraftwerk in Hawaii in Betrieb

  1. Re: Ganz toll

    FreiGeistler | 19:09

  2. Re: Scheint so als würde denen das Geld langsam...

    Snowi | 19:09

  3. Re: Klinke

    My1 | 19:08

  4. Re: Wenn man kein Amazonkonto hat?

    amagol | 19:06

  5. Re: Unqualifizierter Kommentar?!

    kvoram | 19:06


  1. 18:40

  2. 18:19

  3. 18:01

  4. 17:43

  5. 17:25

  6. 17:00

  7. 17:00

  8. 17:00


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel