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Die aktuelle Imagekampagne von Facebook in Deutschland
Die aktuelle Imagekampagne von Facebook in Deutschland (Bild: Facebook)

Können Algorithmen die Löschung übernehmen?

Weniger tolerant ist Facebook bekanntlich, wenn es um die Darstellung von Genitalien geht. So hatte das soziale Netzwerk im September 2016 einen weltweiten Sturm der Entrüstung ausgelöst, weil es ein berühmtes Foto aus dem Vietnam-Krieg löschte. Darauf ist ein unbekleidetes Mädchen zu sehen, das nach einem Napalm-Angriff auf der Straße läuft.

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Neben der geringen Bezahlung von etwa 1.500 Euro brutto im Monat und den traumatisierenden Inhalten beklagen sich die Mitarbeiter auch über die hohe Arbeitsbelastung. So müssten Mitarbeiters eines Teams, das echte von gefakten Accounts unterscheiden soll, inzwischen 2.000 statt 1.000 Anfragen pro Schicht bearbeiten. Die sogenannten Content-Moderatoren hätten durchschnittlich acht Sekunden Zeit, um über die Zulässigkeit eines Videos zu entscheiden. Dabei könnten manche Videos deutlich länger dauern. Sein Tagesziel einer Schicht habe bei mehr als 3.000 Fällen gelegen, berichtete ein Mitarbeiter dem Blatt.

Mitarbeiter fühlen sich allein gelassen

Die Leiterin der Facebook-Abteilung Policy, Monika Bickert, sagte im März dieses Jahres auf einer Konferenz, dass weltweit pro Tag mehr als eine Million Facebook-Beiträge von Nutzern als unzulässig gemeldet würden. Wenn jeder Arvato-Mitarbeiter "nur" 2.000 Beiträge am Tag schaffen würde, könnten 500 Mitarbeiter diese gemeldeten Beiträge sichten.

Zu der psychischen Belastung erklärte Facebook nach Angaben der SZ: "Es wird jedem Mitarbeiter angeboten, psychologische Betreuung in Anspruch zu nehmen. Dies geschieht auf Wunsch der Mitarbeiter und kann zu jedem Zeitpunkt in Anspruch genommen werden." Doch die Mitarbeiter hätten übereinstimmend berichtet, sich von Arvato mit ihren Problemen allein gelassen zu fühlen. Es habe weder eine ausreichende Betreuung noch eine gezielte Vorbereitung auf die seelischen Belastungen der Arbeit mit schrecklichen Bildern und Videos gegeben.

Digitaler Fingerabdruck für Terrorpropaganda

Angesichts der Milliardengewinne von Facebook im vergangenen Jahr stellt sich die Frage, ob das Unternehmen nicht mehr Geld für die Menschen ausgeben sollte, die weltweit die Drecksarbeit in dem Netzwerk übernehmen. Allerdings ist nicht klar, wie viel Geld Arvato von Facebook für die Dienstleistung erhält und davon an seine Mitarbeiter weitergibt.

In Zukunft ist damit zu rechnen, dass noch mehr Menschen Inhalte kontrollieren sollen. So könnten soziale Medien nach dem Willen der SPD dazu verpflichtet werden, eigene Rechtsschutzstellen einzurichten. Diese sollen die Verbreitung von Fake-News möglichst schnell eindämmen. Was Bilder und Videos betrifft, so könnten künftig jedoch Computerprogramme die Löschung erleichtern. Gemeinsam mit anderen Plattformen wie Twitter, Microsoft und Youtube will Facebook künftig gelöschte Terrorpropaganda mit einem digitalen Fingerabdruck versehen und so wirkungsvoller diese Inhalte identifizieren. Es soll jedoch keine automatische Löschung geben. Was in dem einen Netzwerk verboten ist, kann in dem anderen schließlich erlaubt sein.

 Facebook-Dienstleister Arvato: Bei der Müllabfuhr des Internets

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Cok3.Zer0 25. Dez 2016

Offenbar gibt es keine Persönlichkeits- oder Opferrechte in den Richtlinien.

AngryFrog 21. Dez 2016

Du hast keine Ahnung von was du redest.

AngryFrog 21. Dez 2016

Empathie gilt bei Face-to-Face Interaktion, nicht bei Terror der sich auf der anderen...

LH 20. Dez 2016

Berlin IST billig im Vergleich zu den meisten anderen großen Städten dieser Welt...

PanicMan 20. Dez 2016

Ja, klar, weil ja auch er diesen ganzen Mist da reinstellt... FB ist eine offene...



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