• IT-Karriere:
  • Services:

Facebook & Co: Bis zu 50 Millionen Euro Geldbuße für Hasskommentare

Justizminister Heiko Maas ist unzufrieden mit Facebook und Twitter: Die sozialen Netzwerke würden Hasskommentare immer noch zu zögerlich löschen. Nun soll die Androhung drakonischer Bußgelder den Druck auf die Unternehmen erhöhen.

Artikel veröffentlicht am ,
Bundesjustizminister Heiko Maas fordert mehr Engagement von Facebook.
Bundesjustizminister Heiko Maas fordert mehr Engagement von Facebook. (Bild: Adam Berry/Getty Images)

"Facebook und Twitter haben die Chance nicht genutzt, ihre Löschpraxis zu verbessern. Es werden weiter zu wenige strafbare Kommentare gelöscht. Und sie werden nicht schnell genug gelöscht", kommentiert Bundesjustizminister Heiko Maas ein aktuelles Monitoring von Jugendschutz.net, dessen Daten im Januar und Februar 2017 erhoben wurden.

Stellenmarkt
  1. VBL. Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder, Karlsruhe
  2. Schaeffler Automotive Buehl GmbH & Co. KG, Bühl

Diesen Messungen zufolge wurden bei Facebook 39 Prozent der von Nutzern gemeldeten strafbaren Inhalte gelöscht oder gesperrt. Das sind 7 Prozentpunkte weniger als bei einem ersten Test, der im Juli und August 2016 stattgefunden hatte. Nur 33 Prozent der auf Facebook gemeldeten Beiträge wurden innerhalb von 24 Stunden nach der Beschwerde gelöscht.

Bei Twitter führte lediglich eine von hundert Nutzermeldungen zur Löschung. In keinem Fall erfolgte die Löschung binnen 24 Stunden. Im Vergleich zum ersten Test deutlich verbessert habe sich laut Jugendschutz.net Youtube. Hier liege die Löschquote der von Nutzern gemeldeten strafbaren Beiträge bei 90 Prozent. Bei 82 Prozent erfolgte die Löschung in weniger als 24 Stunden nach der Meldung. Maas hat diese hohen Quoten ausdrücklich gelobt. Für ihn sind sie ein Beleg, dass soziale Medien schneller und besser reagieren können als Facebook und Twitter.

Geldbußen von bis zu 50 Millionen Euro möglich

Der Justizminister hat einen Gesetzentwurf vorgelegt, mit dem der Druck auf die Unternehmen erhöht werden soll, gemeldete Beiträge möglichst rasch zu entfernen. Eine Geldbuße von 5 Millionen Euro soll dem Verantwortlichen in einem Unternehmen wie Facebook drohen, der kein ordentliches Beschwerde- und Löschverfahren etabliert hat. Gegen das Unternehmen selbst soll eine Geldbuße von bis zu 50 Millionen Euro möglich sein.

Begleitend zu diesen Maßnahmen enthält der Gesetzentwurf eine Reihe weiterer Forderungen. So sollen die Betreiber von sozialen Netzwerken einen verantwortlichen Ansprechpartner in Deutschland benennen müssen. Und sie sollen viermal im Jahr einen Rechenschaftsbericht auf Deutsch im Bundesanzeiger und auf ihren Webseiten veröffentlichen müssen. Dort soll unter anderem berichtet werden, wie viele beanstandete Inhalte gelöscht wurden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (u. a. PS5 + HD Kamera für 549,99€)

bombinho 26. Mär 2017

Ja, das ist falsch. Erstens definiere Dummheit, zweitens wende die Definition auf jeden...

goto10 15. Mär 2017

Entschiedenes NEIN! Es gibt kein ein bisschen Zensur gibt es genauso wenig wie ein...

goto10 15. Mär 2017

Es wird im Zweifel einfach gelöscht. Meinungsfreiheit wird einfach de facto von Maas...

goto10 15. Mär 2017

Wo bleiben denn wirklich gesetzwidrige Inhalte stehen? Oder sind es nicht eher die...

n0x30n 15. Mär 2017

Spielt keine Rolle. Schon mal eine Risikoanalyse in einem Unternehmen gemacht? Sobald da...


Folgen Sie uns
       


Mercedes EQA Probe gefahren

Wir sind mit dem EQA von Mercedes-Benz für ein paar Stunden unterwegs gewesen.

Mercedes EQA Probe gefahren Video aufrufen
Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /