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Facebook: Cambridge Analytica soll Wählerdaten behalten haben

Trotz einer entsprechenden Aufforderung durch Facebook hat Cambridge Analytica offenbar bei weitem nicht alle gesammelten Wählerdaten gelöscht - und sie womöglich für die Trump-Kampagne genutzt.

Artikel veröffentlicht am ,
Vertreter von Cambridge Analytica stellt im Jahr 2016 Wählerdaten auf einer Tagung in New York vor.
Vertreter von Cambridge Analytica stellt im Jahr 2016 Wählerdaten auf einer Tagung in New York vor. (Bild: Bryan Bedder/Getty Images for Concordia Summit)

Das inzwischen insolvente Unternehmen Cambridge Analytica sorgt weiter für Diskussionen über den Umgang mit persönlichen Daten von Facebook-Mitgliedern. Offenbar hat Cambridge Analytica längst nicht alle Daten gelöscht, nachdem es die entsprechende Aufforderung von Facebook im Dezember 2015 bekommen hatte - rund ein Jahr, bevor Donald Trump im November 2016 zum Präsidenten der USA gewählt wurde. Facebook wiederum habe nicht nachdrücklich genug nachgefragt, ob die Daten gelöscht worden seien. Das berichtet die britische Zeitung Guardian, der Auszüge aus der Korrespondenz zwischen Facebook und Cambridge Analytica aus den vergangenen Jahren vorliegen.

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Bei den nicht gelöschten Daten geht es vor allem - aber nicht nur - um die über Umwege von Cambridge Analytica erfassten Ursprungsdaten sowie um Auswertungen und Ableitungen. Erst im April 2017 habe sich Facebook tatsächlich darum gekümmert, dass alle Daten nicht mehr vorhanden waren. Die Analysen könnten also 2016 im US-Wahlkampf verwendet worden sein.

Der Fall werfe laut Guardian auch ein schlechtes Licht auf Mark Zuckerberg: Der habe im April 2018 bei der Befragung vor dem US-Senat ausgesagt, dass seinem Unternehmen von Cambridge Analytica und einer Reihe weiterer Firmen bestätigt worden sei, dass die Daten gelöscht seien. Damit habe Zuckerberg möglicherweise weniger gesagt, als er tatsächlich wusste - oder sein Unternehmen habe sich mit einer viel zu allgemein gehaltenen Zusicherung zufriedengegeben.

Cambridge Analytica und seine britische Muttergesellschaft SCL Group haben Anfang Mai 2018 Insolvenz angemeldet. Grund seien die hohen Anwaltskosten, so die Firmen in einer Mitteilung. Außerdem seien ihnen als Folge des Datenskandals mit Facebook die Kunden davongelaufen. SCL und Cambridge Analytica schreiben, dass sie sich an alle Gesetze gehalten und im Grunde nur Verfahren angewendet hätten, die im Bereich der politischen und allgemein kommerziellen Werbung üblich seien.

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HeroFeat 07. Mai 2018

Solche Daten sind ja viel Geld wert, wer sich die da wundert, dass diese nicht Mal eben...


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