Abo
  • Services:
Anzeige
Facebook: Berliner Gericht gegen Friend-Finder und Bildrechte
(Bild: Michael Dalder/Reuters)

Facebook: Berliner Gericht gegen Friend-Finder und Bildrechte

Facebook: Berliner Gericht gegen Friend-Finder und Bildrechte
(Bild: Michael Dalder/Reuters)

Die Suchfunktion "Freunde finden" bei Facebook im E-Mail-Postfach des Nutzers wird nicht ausreichend erklärt. Auch darf sich laut einem Gerichtsurteil Facebook kein kostenloses Nutzungsrecht an den Bildern der Mitglieder des Netzwerks einräumen.

Facebooks Funktion "Freunde finden" ist laut einem Urteil des Landgerichts Berlin nicht mit dem deutschen Verbraucherrecht zu vereinbaren. Die Entscheidung mit dem Aktenzeichen 16 O 551/10 wurde am 6. März 2012 gefällt. Geklagt hatte der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV). "Facebook und Co. müssen den Datenschutz in Europa respektieren", erklärte Verbandschef Gerd Billen.

Anzeige

Beim "Freunde finden" kritisierte das Landgericht, dass die Mitglieder des sozialen Netzwerks ohne eindeutige Erklärung dazu aufgefordert würden, Namen und E-Mail-Adressen aus ihrem E-Mail-Postfach freizugeben, die selbst nicht bei Facebook sind. Denen werde dann ohne vorherige Einwilligung eine Einladung zu Facebook gesandt. Der Nutzer müsse klar und deutlich darüber informiert werden, so die Richter.

Zwar habe Facebook den Erklärungstext zu "Freunde finden" inzwischen leicht modifiziert, nach Auffassung des VZBV aber nicht ausreichend: "Dass man Facebook sein komplettes Adressbuch überlässt, ist nach wie vor nicht ohne weiteres erkennbar", erklärte Billen.

Weiterhin urteilte das Gericht, Facebook dürfe sich in seinen allgemeinen Geschäftsbedingungen nicht ein umfassendes weltweites und kostenloses Nutzungsrecht an Inhalten einräumen, die Facebook-Mitglieder hochladen. Vielmehr blieben die Mitglieder Urheber ihrer Bilder und selbst komponierter Musiktitel. Facebook dürfe diese Dateien nur nach Zustimmung der Nutzer verwenden.

Rechtswidrig sei auch die Einwilligungserklärung, mit der die Nutzer der Datenverarbeitung zu Werbezwecken zustimmen. Zudem muss Facebook sicherstellen, dass es über Änderungen der Nutzungsbedingungen und Datenschutzbestimmungen rechtzeitig informiert. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Eine Facebook-Sprecherin sagte Golem.de: "Wir werden uns die Begründung der heutigen richterlichen Entscheidung sehr genau ansehen, sobald diese verfügbar ist. Dann werden wir über weitere Schritte entscheiden. Facebook Irland, das unseren Service für die Menschen in Deutschland zur Verfügung stellt, hat sich verpflichtet, die europäischen Datenschutzregelungen einzuhalten." Dies werde im kürzlich erschienenen Bericht der irischen Datenschutzbehörde deutlich.


eye home zur Startseite
-CK- 07. Mär 2012

Ich frage mich schon seit langem, ob ich diejenigen, die meine Adresse an Facebook...

baldur 06. Mär 2012

Die Entwickler selbst wissen halt, auf welchen Button man klicken sollte, und auf...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Stuttgart-Vaihingen
  2. Daimler AG, Sindelfingen
  3. Deutsche Telekom AG, verschiedene Standorte
  4. über Nash Direct GmbH, Stuttgart


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 6,99€
  2. bei Alternate
  3. 149,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Krack-Angriff

    AVM liefert erste Updates für Repeater und Powerline

  2. Spieleklassiker

    Mafia digital bei GoG erhältlich

  3. Air-Berlin-Insolvenz

    Bundesbeamte müssen videotelefonieren statt zu fliegen

  4. Fraport

    Autonomer Bus im dichten Verkehr auf dem Flughafen

  5. Mixed Reality

    Microsoft verdoppelt Sichtfeld der Hololens

  6. Nvidia

    Shield TV ohne Controller kostet 200 Euro

  7. Die Woche im Video

    Wegen Krack wie auf Crack!

  8. Windows 10

    Fall Creators Update macht Ryzen schneller

  9. Gesundheitskarte

    T-Systems will Konnektor bald ausliefern

  10. Galaxy Tab Active 2

    Samsungs neues Ruggedized-Tablet kommt mit S-Pen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Essential Phone im Test: Das essenzielle Android-Smartphone hat ein Problem
Essential Phone im Test
Das essenzielle Android-Smartphone hat ein Problem
  1. Teardown Das Essential Phone ist praktisch nicht zu reparieren
  2. Smartphone Essential Phone kommt mit zwei Monaten Verspätung
  3. Andy Rubin Essential gewinnt 300 Millionen US-Dollar Investorengelder

Pixel 2 und Pixel 2 XL im Test: Google fehlt der Mut
Pixel 2 und Pixel 2 XL im Test
Google fehlt der Mut
  1. Pixel Visual Core Googles eigener ISP macht HDR+ schneller
  2. Smartphones Googles Pixel 2 ist in Deutschland besonders teuer
  3. Pixel 2 und Pixel 2 XL im Hands on Googles neue Smartphone-Oberklasse überzeugt

Krack-Angriff: Kein Grund zur Panik
Krack-Angriff
Kein Grund zur Panik
  1. Neue WLAN-Treiber Intel muss WLAN und AMT-Management gegen Krack patchen
  2. Ubiquiti Amplifi und Unifi Erster Consumer-WLAN-Router wird gegen Krack gepatcht
  3. Krack WPA2 ist kaputt, aber nicht gebrochen

  1. Re: Darum wird sich Linux nie so richtig durchsetzen

    ve2000 | 11:52

  2. Re: Leider verpennt

    quineloe | 11:49

  3. Re: Empfehlung

    Lapje | 11:44

  4. Re: Ich will vernüftige Notebook Barebones!

    medium_quelle | 11:44

  5. Re: Toll Überschrift, doch leider Fail... XBox X...

    Maximilian_XCV | 11:35


  1. 11:25

  2. 17:14

  3. 16:25

  4. 15:34

  5. 13:05

  6. 11:59

  7. 09:03

  8. 22:38


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel