Facebook: Belgische Plätzchen statt Cookies

Der Rechtsstreit um Datenschutz zwischen Belgien und Facebook geht weiter - mit einem absurden Argument: Weil in der Begründung der Richter auch englische Worte wie Cookie und Homepage stehen, soll das Urteil nicht gültig sein.

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Facebook will Plätzchen statt Cookies.
Facebook will Plätzchen statt Cookies. (Bild: Alexandra Beier/Getty Images)

Ende 2015 hatte ein belgisches Gericht dem Unternehmen Facebook verboten, weiterhin sein Datr-Cookie zu verwenden. Nun kämpft Facebook gegen das Urteil - mit einem ungewöhnlichen Argument: Weil Urteile in dem Land per Gesetz in den Sprachen Niederländisch, Deutsch und Französisch verfasst sein müssen, sei die Begründung mit Wörtern wie "Homepage", "Cookie" und "Browser" ungültig. Das hat ein Firmensprecher der Tageszeitung De Tijd gesagt - seiner Auffassung nach müsse das Urteil wegen der englischen Wörter annulliert werden.

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Das Gericht hatte Facebook im November 2015 die Verwendung des Datr-Cookies unter Androhung eines Strafgeldes von 250.000 Euro pro Tag verboten. Das Unternehmen hatte daraufhin die Verwendung des Cookies in Belgien eingestellt. Allerdings können Nichtmitglieder in Belgien seitdem keine öffentlichen Inhalte auf Profilseiten der Facebook-Nutzer mehr sehen. Das geht nur mit einer Anmeldung auf dem Netzwerk.

Die Richter hatten argumentiert, dass personenbezogene Daten von Internetnutzern in Belgien nur nach eindeutiger Zustimmung der Betroffenen aufgezeichnet werden dürften. Facebook wiederum ist der Auffassung, dass das Cookie helfe, falsche Profile herauszufiltern und so Cyberattacken verhindert würden.

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