Neuer Ärger durch Cambrigde Analytica

Im September 2017 habe Facebook zudem versucht, die bisherigen Erkenntnisse über die russische Einmischung in einem Blogpost herunterzuspielen. Dieser stellte die mögliche Einmischung als recht begrenzt dar. Doch die New York Times machte in einem eigenen Artikel das Vorgehen der russischen Agenten öffentlich. Sehr zum Ärger von Facebook.

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Im Herbst 2017 habe das Unternehmen schließlich seine Unterlagen an Kongress herausrücken und einräumen müssen, dass fast 126 Millionen Nutzer die von Russland beauftragten Beiträge gesehen hätten. Zu diesem Zeitpunkt sei auch die Zusammenarbeit mit dem Beratungsunternehmen Definers Public Affairs intensiviert worden. Diese führte schließlich nach Bekanntwerden der Cambrigde-Analytica-Affäre im März 2018 dazu, die Angriffe auf die Konkurrenz von Google und Apple zu verstärken. Zuckerberg soll aus Ärger über eine Aussage von Apple-Chef Tim Cook sogar die Nutzung von Android-Smartphones im Management angeordnet haben.

Dossier zu Soros verteilt

Journalisten erhielten von Definers ein Dossier, wonach der Geschäftsmann Soros hinter den Angriffen auf Facebook stecke. Dabei ging es um die angeblichen Verbindungen zwischen Soros' philantropischen Stiftungen und der Organisation Freedom from Facebook.

Die Soros-Stiftung Open Democracy Foundations verurteilte das Vorgehen des sozialen Netzwerks scharf. "Ihre Methoden bedrohen die Werte, auf denen unsere Demokratie beruht", schrieb ihr Präsident Patrick Gaspard in einem offenen Brief an Sandberg. Er verwies darauf, dass Soros zu den prominenten Trump-Kritikern gehöre, denen vor einigen Wochen Rohrbomben geschickt worden seien.

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Nach Veröffentlichung des Berichts am Donnerstag kündigte Facebook umgehend an, die Zusammenarbeit mit Definers beendet zu haben. Zudem wies das Unternehmen einige Details des Artikels zurück. So sei die Manipulation des Netzwerkes durch Russland erst unmittelbar vor der Präsidentschaftswahl im November 2016 entdeckt worden. Mit dem Material zu Soros habe Facebook darauf aufmerksam machen wollen, dass Freedom from Facebook keine spontane Graswurzelbewegung gewesen sei, sondern von einem wohlbekannten Kritiker des Netzwerks unterstützt wurde.

Viele Mitarbeiter wollen gehen

Die weiteren Folgen der Enthüllungen sind derzeit unklar. Der demokratische Abgeordnete David Cicilline drohte bereits auf Twitter damit, im kommenden Jahr "die konzentrierte Macht zur Rechenschaft zu ziehen". Republikanische Abgeordnete und Senatoren sind in der Regel auch nicht gut auf Facebook zu besprechen, weil das Netzwerk angeblich konservative Positionen eher unterdrückt. Laut The Verge untergraben solche Berichte zudem die Arbeitsmoral in dem Unternehmen. Mehrere tausend Beschäftigte könnten Facebook im kommenden Jahr verlassen. Nicht nur die Nutzer, auch die Mitarbeiter kehren dem umstrittenen Unternehmen zunehmend den Rücken.

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 Facebook-Anhörung: Wie Facebook seine Kritiker bekämpfte
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