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Facebook: 20 US-Dollar im Monat für ein komplettes Online-Leben

Gegen Bezahlung sollten Nutzer mit der App Facebook Research dem sozialen Netzwerk Zugriff auf ihr Online-Verhalten geben. Nach Medienberichten über das Projekt wurde die iOS-Version der App eingestellt.

Artikel veröffentlicht am , Anna Biselli
Die Daten aus der eigenen App sind Facebook nicht genug.
Die Daten aus der eigenen App sind Facebook nicht genug. (Bild: LIONEL BONAVENTURE/AFP/Getty Images)

Seit 2016 gab es die App Facebook Research. Sie kostete kein Geld, Nutzer bekamen sogar etwas dafür: bis zu 20 US-Dollar pro Monat für 13- bis 35-Jährige und eine ebenso große Prämie für jeden geworbenen Freund, berichtet die Tech-News-Plattform Techcrunch. Nach dem Bericht hat Facebook die iOS-Version der App eingestellt.

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Als Gegenleistung für die monatliche Bezahlung lieferten die App-Nutzer dem sozialen Netzwerk vollen Zugriff auf ihren Internetverkehr. Laut dem IT-Sicherheitsexperten Will Strafach hätte Facebook damit die Möglichkeit, eine Vielzahl privater Informationen zu bekommen: "private Nachrichten von Social-Media-Apps, Chats aus Instant Messengern - einschließlich verschickte Fotos und Videos -, E-Mails, Suchanfragen, Surf-Verhalten und sogar Ortsdaten aus anderen Anwendungen." Sogar ihre Amazon-Bestellhistorie hätten Nutzer laut Techcrunch an Facebook schicken sollen. Facebook habe damit Marktforschung betrieben.

Facebook-App wurde an Apples App Store vorbei installiert

Die Nutzer hätten diesen Datenübermittlungen zugestimmt, verteidigt sich Facebook. Bei Minderjährigen hätten die Eltern zustimmen müssen, sagt der Konzern. Techcrunch kritisiert, es sei nicht immer gleich ersichtlich gewesen, dass Facebook hinter der App stecke.

Da Apple die Regeln für Datenzugriffe von Smartphone-Anwendungen verschärft hat, flog im vergangenen Jahr bereits Facebooks VPN-Anwendung aus dem App Store. Die App Onavo war keine uneigennützige Möglichkeit, den eigenen Internetverkehr durch einen VPN-Tunnel zu leiten. Sie sammelte auch Informationen über die Nutzung anderer Dienste und leitete sie an Facebook weiter.

Die Facebook-Research-App sei über Betatest-Dienste an Apples App Store vorbei installiert worden, sagt Techcrunch. Der Konzern bestreitet, dass dies ein Verstoß gegen die App-Store-Regeln gewesen sei. Apple hat sich dazu noch nicht geäußert.



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dummzeuch 01. Feb 2019

OK, ich habe mich zugegebenermaßen auf die Benutzersicht konzentriert. Dass Apple...

ChrisMaster 31. Jan 2019

Blöderweise wird die EU-Lösung dann so aussehen, dass wir das *alle* bekommen...

g0r3 31. Jan 2019

Wenn du meinst, du seist noch nicht bereit dafür, dass halte ich das für eine gute...

heikom36 30. Jan 2019

Oha... wer da mit macht, der begeht sicherlich so einige Straftaten. Es sind ja dann...

egal 30. Jan 2019

Der Vergleich ist nicht das Problem, der ist sogar gut. Das ändert aber nichts daran...


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