Fabs & Supercomputer: Intel wird sein eigener Kunde und stellt Aurora fertig
Die Halbleiterfertigung wird bei Intel eigenständig und der Bau des Supercomputers Aurora ist abgeschlossen.
Die Öffnung der eigenen Halbleiterfabriken ist ein zentraler Bestandteil von Intels IDM 2.0 (g+). Neben der Fertigung bei anderen Herstellern – von TSMC etwa bezieht Intel die Arc-Grafikchips sowie Bestandteile der kommenden Meteor-Lake-Prozessoren – will Intel in seinen Fabs auch für andere Unternehmen fertigen. Chief Financial Officer (CFO) David Zinsner erläuterte gegenüber Investoren jetzt die organisatorischen Details.
Demzufolge wird das Foundry Business als eigene Geschäftseinheit geführt. Bei der werden dann die anderen Geschäftseinheiten Kunden sein, also etwa die Sparten für Server- und Consumer-CPUs. Vorerst ist Intel auch sein einziger Kunde. Für 2024 rechnet das Unternehmen laut Reuters mit einem Umsatz von rund 20 Milliarden US-Dollar für die neue Einheit – Konkurrent TSMC plant mit mehr als dem Vierfachen (85 Milliarden US-Dollar). Bei den Aktionären kamen vor allem die fehlenden Kunden schlecht an, der Aktienkurs sank um 5 Prozent.
Die unendliche Geschichte ist zu Ende
Ein dunkles Kapitel der jüngeren Geschichte lässt Intel nun hinter sich: Der Supercomputer Aurora am Argonne National Laboratory ist endlich fertig. Laut Intel wurde das letzte der 10.624 Blades mit je vier Datacenter GPU Max und zwei Sapphire-Rapids-Xeons in der vergangenen Woche installiert.
Damit wird die nächste Veröffentlichung der Top-500-Liste spannend. Ausgelegt ist Aurora mit einer theoretischen Rechenleistung von 2 Exa-Flops – wir sind gespannt, wie effektiv die genutzt werden können. Ebenfalls interessant wird, wie leicht sich Anwendungen auf Intels oneAPI portieren lassen – hoffentlich gelingt der Start hier besser als beim Xeon Phi.