Fabrikschließungen: Ericsson soll Massenentlassungen planen

Ericsson zieht sich in seinem Stammland offenbar aus der Produktion zurück. Es wird die größte Entlassungswelle des Konzerns in Schweden.

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Ericsson-Chef Hans Vestberg
Ericsson-Chef Hans Vestberg (Bild: Albert Gea/Reuters)

Ericsson plant laut internen Informationen die Produktion in Schweden einzustellen und 3.000 Beschäftigte zu entlassen. Das berichtet das Svenska Dagbladet unter Berufung auf Konzernplanungen. Danach will der schwedische Mobilfunkausrüster seine letzten beiden Fabriken in Borås und Kumla schließen.

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In dem Dokument erklärt die Konzernführung: "Wir beenden eine einhundertvierzig Jahre lange Produktionszeit, was zu den größten Entlassungen von schwedischen Beschäftigten führt." Der Konzern beschäftigt rund 15.000 Menschen in Schweden.

Die oberen Management-Ebenen seien bereits informiert und Verhandlungen mit den Gewerkschaften würden aufgenommen. Ericsson erklärte auf Anfrage der schwedischen Nachrichtenagentur TT, dass das laufende Sparprogramm weltweit Entlassungen bedeute. "Wir haben einen umfangreichen Geschäftsbetrieb in Schweden und dieser ist davon nicht ausgenommen. Wie immer bei einem Personalabbau, gehen wir von Land zu Land vor und informieren immer unsere Mitarbeiter und Vertreter in den Gewerkschaften zuerst."

Gewinn- und Umsatzrückgang bei Ericsson

Ericsson steht als Mobilfunkausrüster besonders unter Druck von Huawei und auch von Nokia. Im zweiten Quartal sank der Umsatz um 11 Prozent auf 54,1 Milliarden schwedische Kronen (5,7 Milliarden Euro). Der Gewinn fiel um 24 Prozent auf 1,6 Milliarden Kronen. Kostensenkungen und Entlassungen wurden angekündigt. Gespart werden sollte bei Forschung und Entwicklung, ein wichtiger Schwerpunkt wird auf die Kooperation mit Cisco gelegt. Der Umsatz sank damit bereits das siebente Mal in Folge.

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Der Verwaltungsrat von Ericsson hatte vor zwei Monaten den Konzernchef Hans Vestberg mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden.

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