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Fabrickation: Beschleunigter 3D-Druck dank Lego

3D-Drucker arbeiten an größeren Werkstücken oft stundenlang. Forscher haben nun einen Weg gefunden, das Verfahren abzukürzen. Bei der Fabrickation werden gröbere Teile des Designs aus Legosteinen gebaut und nur noch Details mit dem 3D-Drucker gefertigt.
/ Andreas Donath
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Fabrickation (Bild: Stefanie Müller/Hasso-Plattner-Institut)
Fabrickation Bild: Stefanie Müller/Hasso-Plattner-Institut

Mit Hilfe von Legosteinen haben Forscher des Human Computer Interaction Lab am Hasso Plattner Institut in Potsdam die Prototyperstellung mit 3D-Druckern erheblich beschleunigt. Oftmals kommt es gar nicht darauf an, alle Teile des Prototyps in hoher Auflösung zu erstellen, sondern nur bestimmte Details. Diesen Umstand machten sich die Forscher zunutze und entwickelten eine Software, die es ermöglicht, ein fein detailliertes 3D-Modell in ein Legodesign(öffnet im neuen Fenster) zu verwandeln und dann wie mit einem Stift die Bereiche herauszuarbeiten, die in hoher Auflösung gedruckt werden sollen.

Die Software erarbeitet dann eine Bauanleitung für den Entwickler, wie er große Teile seines Modells Schritt für Schritt aus Lego aufbauen kann, während die Detailelemente mit dem Drucker erzeugt werden. Diese müssen dann nur noch ins Legomodell eingesetzt werden.

Je größer der Prototyp ist, desto mehr Zeit spart die Methode der Fabrickation(öffnet im neuen Fenster) erwartungsgemäß. Auch nachträgliche Änderungen am Design lassen sich schnell umsetzen. Stellt sich heraus, dass weitere Bereiche in hoher Auflösung gedruckt werden müssen, berechnet die Software, welche Legoteile ausgebaut und durch die Kunststoffelemente aus dem Druck ersetzt werden müssen. Bei ihren Versuchen konnten die Forscher mit der Fabrickation 2,44-mal schneller ein Modell bauen als mit einem Komplettdruck.

Die Forscher haben ihre Arbeit unter dem Titel "faBrickation: Fast 3D Printing of Functional Objects by Integrating Construction Kit Building Blocks" als Beitrag für die Konferenz " ACM CHI Conference on Human Factors in Computing Systems(öffnet im neuen Fenster) " eingereicht, die vom 26. April bis 1. Mai 2014 in Toronto stattfindet.


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