Fabric: Hochverfügbarkeit und Sharding für MySQL
Seit vergangenem Herbst steht das Werkzeug Mysqlfabric als experimentelle Neuerung in einer sogenannten Laborversion zur Verfügung. Nun hat Oracle das Tool erstmals stabil als Teil der MySQL Utilities veröffentlicht. Das erweiterbare Framework(öffnet im neuen Fenster) zur Verwaltung von Cluster-Servern sorgt für Hochverfügbarkeit und für das sogenannte Sharding(öffnet im neuen Fenster) zur besseren Skalierung.
Die Software besteht zum einen aus dem Fabric-Prozess selbst, der die Verwaltungsanfragen verarbeitet, sowie den sogenannten Konnektoren, welche die Verbindung zu den eigentlichen Datenbank-Servern aufrechterhalten, indem sie Routen-Informationen zwischenspeichern und so entsprechende Aufgaben oder Anfragen an die korrekten Server weiterleiten.
Serverüberwachung und Sharding
Gegenüber der Replikation wird die Hochverfügbarkeit mittels Fabric dadurch erreicht, dass mehrere Server zu einem Verbund zusammengefasst werden, in dem immer jeweils einer eine Primärrolle einnimmt. Dieser wird von Fabric überwacht und bei einem Ausfall übernimmt einer der Sekundärserver die Primärrolle. Dank der Konnektoren sind derartige Änderungen der Topologie für Anwendungen transparent.
Um die Schreibleistung und Kapazität der MySQL-Server zu erhöhen, kann Fabric dazu genutzt werden, die Daten nach dem Prinzip des Sharding über mehrere Server-Gruppen zu verteilen. Dabei können die Administratoren selbst festlegen, welche Daten wie verteilt werden sollen.
Konnektoren, die mit Fabric zusammenarbeiten können, stehen derzeit für Java, PHP und Python bereit. Fabric steht als Teil der MySQL Utilities 1.4.3 für Windows, Mac OS X, und verschiedene Linux-Distributionen sowie im Quellcode unter der GPLv2 zum Download(öffnet im neuen Fenster) bereit.
- Anzeige Hier geht es zum Handbuch für Softwareentwickler bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.