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Fabian T.: Youporn schweigt zur Verhaftung des Firmenchefs

Manwin äußert sich bisher nicht zur Verhaftung des Firmenchefs Fabian T. Die Tube-Seiten wie Youporn haben "monatlich etwa 300 Millionen User" und 16 Milliarden Seitenaufrufe.
/ Achim Sawall
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Bild vom Unternehmensitz auf der Homepage von Manwin (Bild: Manwin)
Bild vom Unternehmensitz auf der Homepage von Manwin Bild: Manwin

Der Onlinepornokonzern Manwin hat bislang nicht auf Anfragen der Medien zur Verhaftung des Firmenchefs Fabian T. reagiert. Anrufe von Golem.de bei der Mobilfunknummer der zentralen Pressestelle des Konzerns in Kanada wurden nicht beantwortet, auch schriftlich hat sich das Unternehmen nicht geäußert. Die Staatsanwaltschaft Köln hatte den deutschen Eigentümer von Manwin verhaften lassen .

"Es gibt ein Ermittlungsverfahren wegen Steuerhinterziehung gegen T." , bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Köln Golem.de. Wegen des Steuergeheimnisses lasse sich dazu gegenwärtig nicht viel sagen. "Im Laufe der letzten Woche sind mehrere Objekte und sein privater Wohnsitz durchsucht worden. Der Beschuldigte wurde aufgrund eines Haftbefehls des Amtsgerichts Köln festgenommen. Er befindet sich zurzeit in Auslieferungshaft in Belgien. Wann er nach Deutschland überstellt wird, ist noch unklar."

Manwin betreibt Tube-Seiten und andere Pornoangebote wie Youporn, Pornhub, Reality Kings, Brazzers, XTube, Extremetube, MyDirtyHobby, Wicked Pictures, Digital Playground und Mofos. Seit November 2011 ist Manwin zudem Partner der Playboy-Sparte Playboy Plus Entertainment und der Playboy-TV-Angebote. Die verschiedenen Bereiche des Unternehmens haben ihren Sitz in Luxemburg, Deutschland, Kanada, Zypern, USA und Irland.

Die Financial Times Deutschland(öffnet im neuen Fenster) nennt Manwin das größte Erotikunternehmen der Welt. T. sagte der Zeitung: " Unser Ziel ist letztlich banal: den Leuten so viel Angebote zum Geldausgeben zu machen wie möglich."

Manwin macht laut dem Firmenchef einen "mittleren dreistelligen Millionenumsatz" . Die Marge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen liege bei rund 30 Prozent. Operativ schreibe Manwin schwarze Zahlen. Die Erlöse kämen zu etwa gleichen Teilen aus Onlinewerbung von Drittanbietern und eigenen kostenpflichtigen Angeboten.

Die Manwin-Seiten hätten "monatlich etwa 300 Millionen User" , sagte T., die 16 Milliarden Seitenaufrufe generierten. "Etwa jeder tausendste Besucher greift auf Bezahlinhalte zurück."

Manwin-Sprecherin Kate Miller sagte Brand Eins(öffnet im neuen Fenster) , dass das Unternehmen auch die auf seinen Tube-Seiten gezeigten Inhalte besitzt.


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