Fab D1X: Intel baut Halbleiterwerk in den USA aus
Intel hat sich offiziell zum Ausbau des Standortes Hillsboro(öffnet im neuen Fenster) geäußert: Die dortige Fab D1X soll um einen weiteren Komplex, das sogenannte Modul 3, erweitert werden. Das Halbleiterwerk im US-Bundesstaat Oregon ist eigentlich zur Erprobung neuer Fertigungsverfahren gedacht – anders als etwa die Produktionstätten im israelischen Kiryat Gat, deren Vergrößerung sich Intel für rund 11 Milliarden US-Dollar vornimmt. Die Fab D1X soll mit voraussichtlich vier bis fünf Milliarden US-Dollar die günstigere Investition sein.
Bisher nutzt Intel das Werk für das 14-nm-Verfahren und für den aktuellen 10-nm-Node, welcher langsam anläuft und in den kommenden Monaten die Serienreife erreichen soll. Die als Ice Lake U (ICL-U) bezeichneten Chips sind als 15-Watt-Modelle für Ultrabook gedacht, sie integrieren vier CPU-Kerne mit der neuen Sunny-Cove-Microarchitektur und eine Gen11-Grafikeinheit. Durch die Erweiterung des Oregon-Standortes um rund 60 Prozent an Reinraumfläche per sechsstöckigem Gebäude schafft Intel laut der Lokalzeitung Oregon Live(öffnet im neuen Fenster) rund 1.750 Arbeitsplätze.

Neben den Fabs in Oregon und Israel betreibt Intel weitere Werke für 300-mm-Wafer und 14 nm (für CPUs, PCHs, Modems) sowie 22 nm (für PCHs) im US-Bundesstaat Arizona, im irischen Leixlip außerhalb von Dublin, eine weniger genutzte in Mexico und eine in China, welche auf 3D-Xpoint- und 3D-Flash-Speicher umgerüstet wurde. Neben diesen Werken gibt es weltweit noch diverse Assembly/Finish/Test-Standorte, an welchen die rohen Chips geprüft und in weiteren Schritten für den Verkauf vorbereitet werden.
Andere Hersteller wie AMD oder Nvidia lassen ihre CPUs sowie GPUs bei Auftragsfertigern wie Globalfoundries oder Samsung Foundry oder der TSMC produzieren, statt eigene Fabs zu betreiben.
Nachtrag vom 11. Februar 2019, 9:21 Uhr
Laut der Irish Times(öffnet im neuen Fenster) plant Intel auch die Fab 24 irischen Leixlip für 8 Milliarden US-Dollar für 10 nm und 7 nm aufzurüsten. Damit würden rund 1.600 Arbeitsplätze geschaffen.
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