Abo
  • Services:

'Wir wollen keine White Lists und keine Backdoors'

Golem.de: Die Nutzer befürchten, dass es Securityunternehmen verboten sein könnte, solche Programme zu entdecken - so wie es jetzt schon Schnittstellen in Netzwerkgeräten gibt, welche die sogenannte "lawful interception" ermöglichen sollen.

Stellenmarkt
  1. Deutsche Forschungsgemeinschaft e.V., Bonn
  2. Hays AG, Baden-Württemberg

Hypponen (seufzt): Im Moment ist die Rechtslage ganz klar: In Finnland hat die Regierung kein Recht dazu, selbst wenn sie es noch so sehr wollte. Wir haben öffentlich gesagt, dass wir das nicht tun wollen. Wenn die Gesetze sich ändern, sind uns die Hände gebunden. Die Gesetze ändern sich gerade in vielen verschiedenen Ländern, auch in Finnland gibt es Initiativen dazu. Ich habe mich erst in der vergangenen Woche mit finnischen Strafverfolgungsbehörden getroffen, die das wollen. Dabei habe ich sehr klar betont, dass wir das nicht haben wollen. Wir wollen keine Backdoors. Wir wollen keine White Lists für Regierungsmalware. Wir genießen nämlich jetzt noch Vertrauen.

Golem.de: Ist das nur in Finnland so?

Hypponen: Wenn man sich Europa im Ganzen betrachtet und die Fragen stellt: Welche Securityunternehmen gibt es, kann man ihnen vertrauen, haben sie White Lists, Backdoors, oder gehen sie mit Benutzerdaten nicht sorgsam um, dann kann man die Firmen nach ihren Standorten in verschiedene Gruppen einsortieren. Man muss dabei weitere Fragen stellen: Sind sie im Westen, oder im Osten? Befinden sie sich in einem Land, das Mitglied der Nato ist? Oder in einem unabhängigen Land?

Golem.de: Es geht also zunehmend um die politische Neutralität?

Hypponen: In Europa gibt es sehr wenige Länder, die man wirklich als unabhängig bezeichnen kann. Finnland, Schweden und die Schweiz sind die offensichtlichen. Finnland ist in der Europäischen Union, die Schweiz nicht. Und, kommen aus diesen Ländern Securitylösungen? Gar nicht mal so viele, wir sind mit F-Secure eines der wenigen solcher Unternehmen. Im Moment betrachten wir unsere geografische Lage als Vorteil für unsere Geschäfte, weil wir auf Fragen wie die ihre gute Antworten geben können. Ich versuche, unseren Gesetzgebern klarzumachen, dass wir das nicht aus dem Fenster werfen sollten. Finnland hat für ein Land mit nur 5 Millionen Einwohnern eine ziemliche große Securityindustrie, es gibt neben F-Secure viele andere Unternehmen, wie beispielsweise SSH und auch Cloud-Anbieter.

Golem.de: Deren Rechenzentren scheinen in Finnland ja derzeit geradezu aus dem Boden zu wachsen.

Hypponen: Ja, wir haben schon Anlagen von Google und Yandex. Bei Googles wirklich großem Rechenzentrum muss man sich dabei nicht mal Gedanken um die Kühlung machen, denn das wird mit dem immer kühlen Meereswasser erledigt. Auch deshalb liegt es am Baltischen Meer, was aber auch noch einen anderen Grund hat: Es ist nicht nur für skandinavische Kunden vorgesehen, sondern für Russland. In Russland selbst wollte es Google aber nicht bauen, also haben sie es 50 Kilometer von der Grenze in Finnland errichtet.

 'Cyberwaffen sind billig, effektiv und gut zu verleugnen''Keine Antwort von Symantec und McAfee' 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6. 5
  7.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. (heute u. a. Asus ROG Maximus X Code Mainboard 319€, Xiaomi Pocophone F1 64GB Handy 319€)
  2. 89,90€ statt 122,90€
  3. 0,00€

der_wahre_hannes 18. Mär 2014

Ich kann mir nicht helfen, aber der Mikko sieht dem Max Zorin aus dem Bond-Film "A View...

LG Brent 17. Mär 2014

Elaboriere. Also auch lieber VPN-Anbietet aus deinen besagten Ländern wählen?

DY 17. Mär 2014

Ein beliebiges "Aufkaufen" von Staatsanleihen um diesen flüssig zu halten kommt einem...

DY 17. Mär 2014

Die Gründunsväter sind privat und die Organisation ist privat. Das habe ich an anderer...

nie (Golem.de) 17. Mär 2014

Regierungsmalware unterscheidet sich von den weit verbreiteten Schädlingen stark, unter...


Folgen Sie uns
       


Fazit zu Spider-Man (PS4)

Spider-Man ist trotz ein paar kleiner Schwächen ein gelungenes Spiel, dem wir mit viel Freude ins Netz gehen.

Fazit zu Spider-Man (PS4) Video aufrufen
FritzOS 7 im Test: Im Zeichen von Mesh, Gastzugang und einfacher Bedienbarkeit
FritzOS 7 im Test
Im Zeichen von Mesh, Gastzugang und einfacher Bedienbarkeit

FritzOS 7 bringt viele Neuerungen, die eine Fritzbox zu einem noch vielfältigerem Gerät machen. Uns gefallen besonders der sehr einfach einrichtbare WLAN-Gastzugang und die automatisch erstellte Netzwerktopologie. Die noch immer nicht sehr ausgereifte NAS-Funktion ist aber erwähnenswert.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Fritzbox 7530 AVM zeigt Einsteiger-Fritzbox und Repeater mit FritzOS 7
  2. AVM Fritzapp WLAN Diagnose-App scannt WLANs jetzt auch auf iOS
  3. AVM FritzOS 7 bringt besseres Mesh, Gäste-Hotspot und mehr

Fifa 19 und PES 2019 im Test: Knapper Punktsieg für EA Sports
Fifa 19 und PES 2019 im Test
Knapper Punktsieg für EA Sports

Es ist eher eine Glaubens- als eine echte Qualitätsfrage: Fifa 19 oder PES 2019? Golem.de zieht anhand der Versionen für Playstation 4 den Vergleich - und kommt zu einem schwierigen, aber eindeutigen Urteil.
Ein Test von Olaf Bleich und Benedikt Plass-Fleßenkämper

  1. Fifa 19 angespielt Präzisionsschüsse, Zweikämpfe und mehr Taktik
  2. EA Sports Fifa 18 bekommt kostenloses WM-Update
  3. Bestseller Fifa 18 schlägt Call of Duty in Europa

Lenovo Thinkpad T480s im Test: Das trotzdem beste Business-Notebook
Lenovo Thinkpad T480s im Test
Das trotzdem beste Business-Notebook

Mit dem Thinkpad T480s verkauft Lenovo ein exzellentes 14-Zoll-Business-Notebook. Anschlüsse und Eingabegeräte überzeugen uns - leider ist aber die CPU konservativ eingestellt und ein gutes Display kostet extra.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Thinkpad E480/E485 im Test AMD gegen Intel in Lenovos 14-Zoll-Notebook
  2. Lenovo Das Thinkpad P1 ist das X1 Carbon als Workstation
  3. Thinkpad Ultra Docking Station im Test Das USB-Typ-C-Dock mit robuster Mechanik

    •  /