Abo
  • Services:
Anzeige
Mikko Hypponen auf der Konferenz Hacktivity im Oktober 2013
Mikko Hypponen auf der Konferenz Hacktivity im Oktober 2013 (Bild: Attila Kisbenedek/Getty Images)

'Cyberwaffen sind billig, effektiv und gut zu verleugnen'

Anzeige

Golem.de: Wie haben sich die beiden anderen Bereiche, die du vorhin erwähnt hast, da entwickelt?

Hypponen: Die Geheimdienste setzen das Internet nicht mehr nur für zielgerichtete Spionage, sondern auch für globale Überwachung ein. Und das Militär will das Internet in künftigen Kriegen einsetzen. Der Unterschied zwischen Geheimdiensten und Militär liegt dabei darin, dass die Spione nur Informationen sammeln. Armeen dagegen wollen mit den Daten Dinge zerstören oder beeinflussen. Wäre Stuxnet während eines Krieges zwischen den USA und Israel mit dem Iran genutzt worden, so wäre das eine Kriegshandlung gewesen. Da es damals keinen Krieg gab, bezeichnen wir das als Cybersabotage, aber es ist ein gutes Beispiel dafür, wie mit IT-Attacken tatsächlicher physischer Schaden verursacht wird.

Golem.de: War Stuxnet wirklich der entscheidende Einschnitt?

Hypponen: Ja, denn dadurch wurden viele andere Armeen aufgeschreckt, als sie sahen, was Stuxnet tat. Es war sehr erfolgreich, erreichte genau was es sollte, nämlich das iranische Atomprogramm zu verzögern. Dabei blieb es viele Jahre unentdeckt, und das war für uns als Securityunternehmen schon peinlich - wir haben es völlig übersehen.

Golem.de: Worin liegen die Vorteile einer Cyberwaffe im Vergleich zur konventionellen Kriegsführung?

Hypponen: Sie sind billig, effektiv und auch noch gut zu verleugnen. Seitdem gibt es dabei ein Wettrüsten, das steht aber erst ganz am Anfang. Man muss nur betrachten, wie sehr sich die Kriegsführung seit dem Zweiten Weltkrieg verändert hat. Damals kämpfte man vor allem mit Gewehren und Panzern, heute sind es Drohnen, Kampfjets und Flugzeugträger. Da fand also ein Umbruch der Techniken statt. Jetzt folgt der nächste Umbruch, weg von der rein physischen Kriegsführung, und den nennen wir Cyberkrieg.

Golem.de: Das klingt, als fändest du den Begriff nicht gerade ideal.

Hypponen: Cyberkrieg, Cyberwaffen, computerbasierte Attacken - es gibt noch kein passendes Wort dafür. Manche Leute nennen es auch Onlinekrieg, aber Stuxnet ist ein gutes Beispiel, warum das nicht den Kern der Sache trifft: Stuxnet war keine Onlineattacke, es hat nicht versucht, sich über Netzwerke zu verbreiten, es hat auch überhaupt nicht über das Internet gearbeitet, weil das Ziel gar nicht online war. Also fehlt uns noch der Begriff, wir nennen alles Cyber, und mir gefällt das nicht, aber es ist halt die gängige Bezeichnung.

 F-Secure im Interview: "Microsofts größter Kunde ist auch sein schlimmster Feind"'Wir wollen keine White Lists und keine Backdoors' 

eye home zur Startseite
der_wahre_hannes 18. Mär 2014

Ich kann mir nicht helfen, aber der Mikko sieht dem Max Zorin aus dem Bond-Film "A View...

LG Brent 17. Mär 2014

Elaboriere. Also auch lieber VPN-Anbietet aus deinen besagten Ländern wählen?

DY 17. Mär 2014

Ein beliebiges "Aufkaufen" von Staatsanleihen um diesen flüssig zu halten kommt einem...

DY 17. Mär 2014

Die Gründunsväter sind privat und die Organisation ist privat. Das habe ich an anderer...

nie (Golem.de) 17. Mär 2014

Regierungsmalware unterscheidet sich von den weit verbreiteten Schädlingen stark, unter...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Hornetsecurity GmbH, Hannover
  2. SGH Service GmbH, Hildesheim
  3. Bundesdruckerei GmbH, Berlin
  4. Experis GmbH, Berlin


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. The Revenant, Batman v Superman, James Bond Spectre, Legend of Tarzan)
  2. (u. a. Reign, Person of Interest, Gossip Girl, The Clone Wars)
  3. (u. a. The Revenant 7,97€, James Bond Spectre 7,97€, Der Marsianer 7,97€)

Folgen Sie uns
       


  1. VLC, Kodi, Popcorn Time

    Mediaplayer können über Untertitel gehackt werden

  2. Engine

    Unity bekommt 400 Millionen US-Dollar Investorengeld

  3. Neuauflage

    Neues Nokia 3310 soll bei Defekt komplett ersetzt werden

  4. Surface Studio

    Microsofts Grafikerstation kommt nach Deutschland

  5. Polar

    Fitnesstracker A370 mit Tiefschlaf- und Pulsmessung

  6. Schutz

    Amazon rechtfertigt Sperrungen von Marketplace-Händlern

  7. CPU-Architektur

    RISC-V-Patches für Linux erstmals eingereicht

  8. FSP Hydro PTM+

    Wassergekühltes PC-Netzteil liefert 1.400 Watt

  9. Matebook X und E im Hands on

    Huawei kann auch Notebooks

  10. Celsius-Workstations

    Fujitsu bringt sichere Notebooks und kabellose Desktops



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Quantencomputer: Nano-Kühlung für Qubits
Quantencomputer
Nano-Kühlung für Qubits
  1. IBM Q Mehr Qubits von IBM
  2. Quantencomputer Was sind diese Qubits?
  3. Verschlüsselung Kryptographie im Quantenzeitalter

Tado im Langzeittest: Am Ende der Heizperiode
Tado im Langzeittest
Am Ende der Heizperiode
  1. Speedport Smart Telekom bringt Smart-Home-Funktionen auf den Speedport
  2. Tapdo Das Smart Home mit Fingerabdrücken steuern
  3. Mehr Möbel als Gadget Eine Holzfernbedienung für das Smart Home

Blackberry Keyone im Test: Tolles Tastatur-Smartphone hat zu kurze Akkulaufzeit
Blackberry Keyone im Test
Tolles Tastatur-Smartphone hat zu kurze Akkulaufzeit
  1. Blackberry Keyone kommt Mitte Mai
  2. Keyone Blackberrys neues Tastatur-Smartphone kommt später
  3. Blackberry Keyone im Hands on Android-Smartphone mit toller Hardware-Tastatur

  1. Re: Passwort-Manager als Abo!?

    picaschaf | 23:37

  2. Re: Gutes Konzept... schrottiges OS, und dann 4000¤

    unbuntu | 23:28

  3. Re: Warum überhaupt VLC nutzen

    unbuntu | 23:23

  4. Re: Grafikbox so gross wie PC?

    ecv | 23:22

  5. Nachtrag zur Haltbarkeit

    as (Golem.de) | 23:13


  1. 18:58

  2. 18:20

  3. 17:59

  4. 17:44

  5. 17:20

  6. 16:59

  7. 16:30

  8. 15:40


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel