F-35C gegen Shahed-139: U.S-Navy-Jet schießt iranische Drohne ab

Rund 800 Kilometer vor der iranischen Südküste ist es zum Schlagabtausch zwischen US-Streitkräften und dem Iran gekommen. Eine iranische Shahed-139-Drohne(öffnet im neuen Fenster) näherte sich der Abraham-Lincoln-Trägerkampfgruppe in internationalen Gewässern. Trotz Deeskalationsversuchen der US-Streitkräfte flog das unbemannte Fluggerät weiter auf den Träger zu. Ein Kampfflugzeug vom Typ F-35C bekämpfte schließlich die Drohne. Verletzt wurde niemand.
Iran ignoriert Warnungen
Navy-Sprecher Tim Hawkins(öffnet im neuen Fenster) vom US-Zentralkommando bestätigte den Abschuss gegenüber The War Zone(öffnet im neuen Fenster) . Welche Waffe der Pilot einsetzte, gab die Navy nicht bekannt. Der F-35C kann mit AIM-9X-Sidewinder-Raketen, AIM-120-AMRAAM-Lenkwaffen, einer 25-mm-GAU-22/A-Gatling-Kanone und verschiedenen Luft-Boden-Waffen ausgerüstet werden.
Für F-35C-Jets ist es nicht der erste Drohneneinsatz in der Region. Bereits 2024 flogen die trägergestützten Tarnkappenjäger Missionen gegen Luftziele der jemenitischen Huthi-Rebellen.
Iranische Revolutionsgarden bedrohen Tanker
Nur wenige Stunden nach dem Drohnenabschuss eskalierten iranische Revolutionsgarden(öffnet im neuen Fenster) (IRGC) die Lage in der Straße von Hormus. Zwei IRGC-Schnellboote und eine Mohajer-Drohne(öffnet im neuen Fenster) näherten sich dem unter US-Flagge fahrenden Tanker M/V Stena Imperative(öffnet im neuen Fenster) mit hoher Geschwindigkeit.
Die Iraner drohten, das Schiff zu entern und zu beschlagnahmen. Der Lenkwaffenzerstörer USS McFaul(öffnet im neuen Fenster) reagierte umgehend. Mit Luftunterstützung der US-Air-Force(öffnet im neuen Fenster) eskortierte die Navy den Tanker sicher durch die Meerenge. Das Zentralkommando stellte klar: Iranische Schikanen in internationalen Gewässern werden nicht toleriert.
Diplomatie trotz Säbelrasseln
Präsident Donald Trump(öffnet im neuen Fenster) teilte mit, Marineschiffe seien unterwegs, diplomatische Gespräche mit Iran aber ebenfalls im Gang. Für später diese Woche sind Treffen zwischen den USA und Iran in Oman(öffnet im neuen Fenster) geplant – die Gespräche wurden von der ursprünglich vorgesehenen Türkei nach Oman verlegt. Trump betonte: Diplomatie hat Vorrang, andere Optionen bleiben verfügbar.
Pressesprecherin Karoline Leavitt(öffnet im neuen Fenster) bestätigte den diplomatischen Kurs. Sondergesandter Witkoff(öffnet im neuen Fenster) soll diese Woche mit iranischen Vertretern sprechen.
Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim(öffnet im neuen Fenster) widersprach der US-Darstellung. Bei der Drohne habe es sich um eine Shahed-129 gehandelt, vergleichbar mit einer MQ-9 Predator. Das Fluggerät habe Routineaufklärung in internationalen Gewässern durchgeführt, als der Kontakt abbrach. Aufklärungsbilder seien erfolgreich übertragen worden, bevor die Verbindung verloren ging.



