EZB: Digitaler Euro soll Privatsphäre schützen

Ein EZB-Direktor positioniert den geplanten digitalen Euro als Alternative zu sogenannten Kryptowährungen.

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Die EZB arbeitet an Plänen für einen digitalen Euro.
Die EZB arbeitet an Plänen für einen digitalen Euro. (Bild: Pixabay)

Einer der Direktoren der Europäischen Zentralbank (EZB), Fabio Panetta, hat der Financial Times (FT) von einigen der Pläne und Vorstellungen zum digitalen Euro berichtet. Der geplante digitale Euro werde demnach die Eurozone vor der "Bedrohung" durch sogenannte Kryptowährungen schützen, die die Währungssouveränität untergraben könnten. Darüber hinaus werde die Digitalwährung die Privatsphäre der Nutzer stärken, ist sich Panetta sicher.

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Konkrete technische Details dazu, wie dies umgesetzt werden soll, bleibt Panetta zwar schuldig. Er sagte der FT jedoch: "Wenn sich die Zentralbank für digitale Zahlungen engagiert, wird die Privatsphäre besser geschützt (...), weil wir nicht wie private Unternehmen sind". Und weiter sagte Panetta: "Wir haben kein kommerzielles Interesse daran, die Daten der Nutzer zu speichern, zu verwalten oder zu monetarisieren."

In einer Konsultation zu den Plänen habe die EZB dem Bericht zufolge außerdem festgestellt, dass das größte Bedenken daran von potenziellen Nutzern eben der Schutz der Privatsphäre sei. Die Zentralbank habe aber bereits verschiedene Wege untersucht, um die Identität der Nutzer von den Zahlungsdetails zu trennen. "Die Zahlung wird durchgeführt, aber niemand in der Abwicklung hätte Zugriff auf alle Informationen", sagte Panetta.

Als Grund für das Engagement für den digitalen Euro verweist Panetta vor allem auf andere. "Natürlich besteht die potenzielle Bedrohung, die von Dritten ausgehen könnte, die ein digitales Zahlungsmittel ausgeben (...), wenn die Leute digital bezahlen wollen und wir ihnen kein digitales Zahlungsmittel anbieten, würde das jemand [anderes] tun".

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Erste konkrete Planungen zum digitalen Euro durch die EZB sind seit einigen Wochen bekannt. Konkret entschieden ist die Umsetzung aber noch nicht. Dies könnte auf einer Sitzung der Notenbank im Juli 2021 folgen. Wann und ob der digitale Euro dann letztlich eingeführt wird, ist derzeit aber noch nicht absehbar. Zuletzt genannt wurde ein Zeitraum von etwa fünf Jahren.

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OutOfCoffee 23. Jun 2021

Wer sagt den dass eine Transaktion direkt auf der Bitcoin Blockchain erfolgen muss...

OutOfCoffee 23. Jun 2021

Mich würde ja interessieren was passiert währe, hätte der Euro Raum nicht im gleichen ma...

Myrso 23. Jun 2021

Man kann quasi ohne Grenzkosten beliebige weitere Crypto-Währungen erschaffen. Steht...

OutOfCoffee 23. Jun 2021

Also in München kann ich mit der HandyParken App einfach in der App den Parkvorgang mit...



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