Nur leichte Vorteile für den Snapdragon in den Grafiktests
Beim Grafik-Benchmarktest Wild Life Extreme Unlimited erreicht das Galaxy S26 eine durchschnittliche Bildwiederholrate von 43,19 fps. Das Ultra-Modell kommt auf 47,8 fps, was rund zehn Prozent besser ist. Im Raytracing-Benchmark Solar Bay kommt das Galaxy S26 auf 51,77 fps, das Ultra auf 51,01 fps – abzüglich einer Fehlertoleranz ein quasi identisches Ergebnis.
Im Wild Life Extreme Stress Test werden über einen Zeitraum von 20 Minuten 20 Durchläufe des besagten Tests durchgeführt. Anschließend lässt sich einsehen, wie sehr das SoC im Laufe der Durchläufe drosselt und an Leistung verliert. Das Ultra erreicht dabei Ergebnisse zwischen 3.792 Punkten im schlechtesten Durchlauf und 7.491 Zählern im besten.
Das Galaxy S26 hingegen kommt jeweils auf 3.238 und 7.276 Punkte – also leicht schlechtere Ergebnisse. Die Stabilität ist mit 44,5 Prozent zudem niedriger als beim Ultra mit 50,6 Prozent. Das bedeutet, dass der Snapdragon 8 Elite Gen 5 im Ultra etwas weniger drosselt.
Ultra-Modell liegt bei Raytracing vorne
Im Solar Bay Stress Test, der den Fokus auf Raytracing setzt, sieht das Bild beim besten und schlechtesten Durchlaufswert ähnlich aus: Das Ultra liegt mit 13.224 und 7.369 Punkten vor dem Galaxy S26 mit 12.284 und 6.856 Zählern. Allerdings ist die Stabilität mit 55,7 Prozent beim Ultra und 55,8 Prozent beim Galaxy S26 nahezu identisch.
Die Benchmarktests legen nahe, dass aufwendige Spiele auf beiden SoCs ziemlich gut laufen dürften. Auch die Hitzeentwicklung erschien uns sehr vergleichbar – beide Smartphones werden in den Stress-Tests zwar ziemlich warm, aber nicht unangenehm heiß.
| Galaxy S26 | Galaxy S26 Ultra | |
|---|---|---|
| Geekbench 6 Single | 3.228 Punkte | 3.797 Punkte |
| Geekbench 6 Multi | 11.259 Punkte | 11.216 Punkte |
| 3DMark Wild Life Extreme Unlimited | 7.213 Punkte, 43,19 fps | 7981 Punkte, 47,8 fps |
| 3DMark Solar Bay | 13.616 Punkte, 51,77 fps | 13.414 Punkte, 51,01 fps |
| 3D Mark Wild Life Extreme Stress Test | Bester Score: 7.276 PunkteSchlechtester Score: 3.238 PunkteStabilität: 44,5 Prozent | Bester Score: 7.491 PunkteSchlechtester Score: 3.792 PunkteStabilität: 50,6 Prozent |
| 3DMark Solar Bay Stress Test | Bester Score: 12.284 PunkteSchlechtester Score: 6.856 PunkteStabilität: 55,8 Prozent | Bester Score: 13.224 PunkteSchlechtester Score: 7.369 PunkteStabilität: 55,7 Prozent |
| Geekbench AI Single Precision (CPU) | 2.645 Punkte | 2.930 Punkte |
| Geekbench AI Half Precision (CPU) | 3.800 Punkte | 4.927 Punkte |
| Geekbench AI Quantized Score (CPU) | 3.544 Punkte | 6.932 Punkte |
| Geekbench AI Single Precision (NNAPI) | 741 Punkte | 812 Punkte |
| Geekbench AI Half Precision (NNAPI) | 716 Punkte | 808 Punkte |
| Geekbench AI Quantized Score (NNAPI) | 1.513 Punkte | 1.858 Punkte |
| Geekbench AI Single Precision (GPU) | 2.087 Punkte | 3.098 Punkte |
| Geekbench AI Half Precision (GPU) | 3.617 Punkte | 4.953 Punkte |
| Geekbench AI Quantized Score (GPU) | 2.937 Punkte | 4.227 Punkte |
Am Schluss haben wir uns noch den KI-Benchmark Geekbench AI angeschaut. In ihm liegt das Galaxy S26 Ultra mit seinem Snapdragon-Chip in allen Einzeltests vorn. Auf den CPU-Kernen kommt der KI-Benchmark auf diese Werte: Single Precision 2.930 gegenüber 2.645 Punkten, Half Precision 4.927 gegenüber 3.800 Punkten und Quantized Score 6.932 gegenüber 3.544 Punkten.
Dabei fällt auf, dass beim Exynos 2600 der Datentyp Int8, den Geekbenchs Quantized-Test nutzt(öffnet im neuen Fenster) , nicht nativ unterstützt wird. Anders sieht das bei der NPU aus, die über Androids NNAPI nutzbar ist. Die Ergebnisse lauten hier: Single Precision 812 gegenüber 741 Punkten, Half Precision 808 gegenüber 716 Punkten und Quantized Score 1.858 gegenüber 1.531 Punkten.
Lassen wir den Test auf der GPU laufen, bekommen wir folgende Ergebnisse: Single Precision 3.098 gegenüber 2.087 Punkten, Half Precision 4.953 gegenüber 3.617 Punkten und Quantized Score 4.227 gegenüber 2.937 Punkten. Auch hier fehlt beiden SoCs die native Int8-Unterstützung.
Wie viel Wert legen Käufer auf KI?
Wir fragen uns, inwieweit die KI-Resultate für den Alltag der meisten Nutzer relevant sind. Unser Eindruck ist, dass generell viele Nutzer die KI-Funktionen auf ihren Smartphones nur spärlich verwenden. Ein aufgenommenes Foto umgestalten zu lassen, ist vielleicht die ersten paar Male ganz witzig, einen echten Mehrwert bietet es aber eher nicht.
Außerdem werden viele Funktionen auch in der Cloud ausgeführt. Samsung ermöglicht allerdings, KI nur auf dem Gerät ausführen zu lassen. Dann könnte das Ultra einen kleinen Vorteil haben. Die Frage ist zudem auch hier, wie viele Nutzer diese Option aktivieren werden – zumal sie dann auf bestimmte Funktionen verzichten müssten.
Fazit
Die Unterschiede zwischen dem Exynos 2600 im Galaxy S26 und dem Snapdragon 8 Elite Gen 5 for Galaxy im Galaxy S26 Ultra sind durchaus vorhanden. Sie fallen aber nicht so groß aus, wie manch einer beim Klang des Wortes "Exynos" wohl vermuten mag.
Samsung hat beim Exynos 2600 gute Arbeit geleistet: Bei Multi-Core-Aufgaben gibt es keine nennenswerten Unterschiede, auch die Grafikleistungen liegen mitunter nahe beieinander oder sind sogar identisch. Wir glauben nicht, dass es von der Leistung her im Alltag der meisten Nutzer einen großen Unterschied macht, ob der Exynos oder der Snapdragon verwendet wird.
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