Exynos 5430: SoC des Galaxy Alpha als erster Octacore mit 20 Nanometern

Samsung hat erste Daten zum Prozessor des Smartphones Galaxy Alpha vorgelegt. Daraus geht hervor, dass das SoC wohl sehr sparsam sein wird - aber auch sehr fix, falls das Big.Little-Konzept von ARM richtig umgesetzt ist.

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Das neue Samsung Galaxy Alpha
Das neue Samsung Galaxy Alpha (Bild: Samsung)

Ein vollständiges Datenblatt gibt es noch nicht, aber eine erste Produktseite zum Exynos 5430 hat Samsung ins Netz gestellt. Dieser Chip treibt das Galaxy Alpha an, das ab Oktober 2014 in Deutschland erhältlich sein soll. Im Unterschied zu manchen früheren Galaxy-Geräten wird das Alpha auch hierzulande mit dem Achtkern-Prozessor ausgeliefert.

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Die bisherigen Spezifikationen legen nahe, dass Samsung mit dem Alpha nicht nur ein sehr schnelles, sondern möglicherweise auch sparsames Smartphone gebaut hat. So gibt das Unternehmen die Strukturbreite des Exynos 5430 mit 20 Nanometern an, frühere SoCs der Serie Exynos 5 waren mit 28-Nanometer-Technik gefertigt. In der Regel erlaubt eine kleinere Strukturbreite nicht nur mehr Funktionseinheiten - hier in Form von Kernen - zum gleichen Herstellungspreis, sondern auch ein Absenken der Kernspannungen. Das wiederum spart Strom.

Gemäß dem Konzept Big.Little des Chipentwicklers ARM arbeiten im neuen Exynos zwei Pakete mit jeweils vier Kernen. Es gibt also einen Quad-Core mit Cortex-A15-Kernen, die bis zu 1,8 GHz schnell sind, und einen weiten Vierkerner mit A7-Kernen, die nur 1,3 GHz erreichen. Diese Cores sind zudem auch bei gleichem Takt langsamer als die A15-Kerne, dafür aber viel sparsamer. Sie werden bei Big.Little für wenig rechenintensive Aufgaben wie Musik- und Videowiedergabe oder das Websurfen eingesetzt. Die A15-Cores dürften vor allem für komplexere Anwendungen und Spiele genutzt werden. Unabhängig davon arbeiten alle acht Kerne wie üblich mit variablen Takten, so dass sie nicht immer mit vollem Tempo laufen müssen.

Gleichzeitiges Rechnen auf acht Kernen

Big.Little sieht aber auch vor, alle acht Cores parallel zu nutzen, der Code ist in jedem Fall kompatibel. Wenn Samsung mit seiner Version von Android darauf Rücksicht nimmt, könnte der Exynos 5430 mit passender Software eines der schnellsten Smartphone-SoCs werden. Frühere Achtkerner, unter anderem von Mediatek, besaßen nicht immer auch die schnellen A15-Rechenwerke, wie sich auch im Test des Smartphones Wiko Highway zeigte. Allerdings hat Mediatek bereits einen Octacore mit acht 64-bittigen Cortex-A53-Kernen angekündigt, der aber noch nicht in Geräten verbaut ist. Das ist nämlich einer der größten Kritikpunkte am neuen Exynos: Keiner seiner Kerne ist 64-Bit-fähig - gut möglich, dass Samsung sich das für sein nächstes Galaxy S als Topsmartphone vorbehält.

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Spärlich sind bisher die Angaben zur GPU des Exynos 5430: Nur, dass ein Grafikbeschleuniger vom Typ Mali T628 verbaut ist, hat Samsung bestätigt. Dabei fehlt vor allem die Zahl der Rechenwerke, denn ARM sieht für diese GPU-Familie ein bis acht Shadercluster vor. Eines steht aber immerhin schon fest: Die Videoeinheit des neuen Chips beherrscht neben älteren Formaten auch H.265 (HEVC), was die Wiedergabe von 4K-Videos ermöglicht. Die kann das Galaxy Alpha auch selbst aufzeichnen, weitere Details zur Ausstattung finden sich in einer früheren Meldung.

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