Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Exynos 2600: Samsung stellt ersten 2-nm-SoC vor

Samsungs neuer Mobile-Chip Exynos 2600 ist der erste, der in einem 2-nm-Verfahren gefertigt ist. Der Fokus liegt auf Leistung und KI .
/ Tobias Költzsch
Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Samsung hat den Exynos 2600 vorgestellt. (Bild: Samsung)
Samsung hat den Exynos 2600 vorgestellt. Bild: Samsung

Der südkoreanische Hersteller Samsung hat mit dem Exynos 2600 das weltweit erste SoC vorgestellt, das in einem 2-nm-Verfahren (GAA) produziert wird. Dadurch soll der Chip(öffnet im neuen Fenster) leistungsfähiger und vor allem effizienter sein als sein Vorgänger, der Exynos 2500. Neben der Leistung setzt Samsung den Fokus auf KI-Funktionen.

Samsung verwendet insgesamt zehn C1-Kerne von ARM und hat sich von schwächeren Kernen für kleinere Aufgaben komplett verabschiedet. Neben dem Prime Core, einem C1-Ultra mit 3,8 GHz, kommen drei C1-Pro mit 3,25 GHz und sechs C1-Pro mit 2,75 GHz zum Einsatz. Die Kerne mit der niedrigsten Taktung sind also auch C1-Pro.

Das SoC soll verglichen mit dem Exynos 2500 um 39 Prozent leistungsfähiger sein. Auch die Effizienz soll verbessert worden sein, dazu gibt Samsung aber keine Kennzahlen an. Der Chipsatz basiert auf Arm v9.3 und unterstützt SME2.

Stärkere NPU für mehr KI-Funktionen auf dem Gerät

Die NPU soll um 113 Prozent leistungsfähiger sein als beim Vorgängerchip. Dadurch sollen größere KI-Modelle direkt auf dem Smartphone selbst ausgeführt werden können. Die Latenz wurde Samsung zufolge verringert, die Effizienz gesteigert. Als Beispiele für KI-Aufgaben, die dank des Exynos 2600 auf dem Gerät selbst ausgeführt werden können, nennt der Hersteller Bildbearbeitung und Assistenzfunktionen.

Als Grafikeinheit ist eine Xclipse 960 verbaut, deren Rechenleistung doppelt so stark sein soll wie die der GPU des Exynos 2500. Die Ray-Tracing-Leistung wurde um 50 Prozent verbessert. Zusammen mit den Leistungsverbesserungen bei CPU und GPU veränderte Samsung das Thermalmanagement.

Der Exynos 2600 kommt mit einem sogenannten Heat Path Block, der die Wärme besser ableiten soll als vorherige Lösungen. Die Temperaturen im SoC sollen damit auch unter Last stabil bleiben, was die Effizienz verbessern dürfte. Frühere Samsung-SoCs waren in der Regel nicht besonders gut, was das Thermalmanagement betrifft.

Exynos 2600 könnte im Galaxy S26 stecken

Der Exynos 260 unterstützt Kameras mit bis 320 Megapixeln. Wann das SoC auf den Markt kommen wird, gab Samsung noch nicht bekannt. Denkbar ist aber, dass die Galaxy-S26-Serie mit dem SoC erscheinen wird.


Relevante Themen