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'Mordaufrufe müssen schnell entfernt werden'

iRights.info: Haben Sie konkrete Beispiele für eine Radikalisierung über das Internet?

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Asiem El Difraoui: Es gibt keine genauen empirischen Untersuchungen hierzu. Aber man weiß, dass sämtliche Dschihadisten, die Anschläge planten oder verübten, intensiv das Internet nutzten. Das Internet scheint ein wichtiger Radikalisierungsfaktor, aber natürlich nicht der einzige zu sein.

iRights.info: Nun gibt es diese extremistische Propaganda im Netz. Wie sollte die Gesellschaft damit umgehen?

Asiem El Difraoui: Zunächst einmal müssen wir zur Kenntnis nehmen, was alles im Internet verbreitet wird. Es gibt viele dschihadistische Interpretationen islamischer Konzepte, die zur Radikalisierung führen können, etwa das angebliche Verbot, mit Ungläubigen befreundet zu sein.

Diese Inhalte müssen wir überhaupt registrieren und verstehen. Wichtig ist es dann, solche Ideologien zu entlarven. Das sollte an den Schulen passieren, aber natürlich auch im Internet selbst. Die Gegenauslegung des Islams muss im Netz an prominenter Stelle präsent sein. Die Radikalen dürfen nicht die Deutungshoheit über den Islam erlangen. Reine Überwachungsmaßnahmen können diese Prävention nicht ersetzen.

Neue Gesetze sind nicht nötig

iRights.info: Ist der gemäßigte Islam im Internet nicht sichtbar genug?

Asiem El Difraoui: Nicht nur der gemäßigte Islam, auch die vielen Einzelinitiativen gegen dschihadistische Tendenzen treten dort nicht gebündelt und koordiniert auf. Es gibt zum Beispiel kein öffentlich zugängliches, objektives Nachschlagewerk im Internet zu wichtigen islamischen Begriffen und Konzepten. Das ist noch jahrzehntelange Arbeit. All dies wirft die große Frage nach der immer noch mangelnden Integration deutscher Muslime auf.

iRights.info: Braucht es neue Gesetze, um gegen dschihadistische Webseiten vorzugehen?

Asiem El Difraoui: Meiner Ansicht nach nicht. Wir haben gesetzlich definiert, wann etwas Volksverhetzung ist, zur Bildung einer terroristischen Vereinigung beiträgt oder gegen den Jugendschutz verstößt. Aber die Überwachung kann verbessert werden. Es gibt ja schon das gemeinsame Internetzentrum in Berlin, an dem auch Islamwissenschaftler Internetseiten beobachten, auch der Verfassungsschutz macht das. Aber auch sie finden nicht alles. Ein Aufruf zum Mord, zum Rassenhass, zur Gewalt muss sehr schnell gefunden und entfernt werden. Das gilt genauso wie für den Aufruf, Muslime oder Angehörige irgendeiner anderen Volksgruppe zu töten.

 Extremismus im Netz: "Wir sollten den Zugang erschweren"Provider müssen löschen, aber nicht zensieren 
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Ovaron 01. Nov 2012

Das reicht schon um ihn zu disqualifizieren. Wer nicht verstehen kann warum Zensur für...

Beeblox 01. Nov 2012

Na hier sind ja mal wieder Spezialexperten am Werk.

Stresskeks 2 01. Nov 2012

Billige Religionshetze... Habt ihr keine anderen Sorgen? Die echten Terroristen sitzen in...

bfoo 31. Okt 2012

Schon erstaunlich, wie sich so die Begrifflichkeit den Marketingbedingungen anpasst...

__max__ 31. Okt 2012

"Asiem El Difraoui: Deshalb muss man bei all diesen Maßnahmen sehr vorsichtig, aufrichtig...


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