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Extrem kritische Lücke: Beliebige Nutzer können Drupal-Installationen manipulieren

Sofort patchen: Eine hochkritische Sicherheitlücke in Drupal ermöglicht Angreifern ohne Authentifizierung die Ausführung von Code. Auch einige nichtunterstütze Versionen bekommen ein Update.
/ Hauke Gierow
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Drupal-Nutzer sollten umgehend patchen. (Bild: Drupal)
Drupal-Nutzer sollten umgehend patchen. Bild: Drupal

Drupal hat ein Sicherheitsupdate für eine nach eigener Aussage "hochkritische" Sicherheitslücke bereitgestellt(öffnet im neuen Fenster). Das Problem mit der Bezeichnung CVE-2018-7600 ermöglicht beliebigen Nutzern die Ausführung von Code aus der Ferne (Remote Code Execution, RCE). Technische Details gibt es bislang nicht, das Drupal-Team warnt allerdings, dass innerhalb weniger Stunden bis Tage ein Exploit entwickelt werden könnte, um bestehende Installationen anzugreifen.

Betroffen sind alle Drupal-Versionen mit den Versionsnummern 7.X und 8.X. Nutzer sollten umgehend auf Drupal 7.58 oder Drupal 8.5.1. patchen. Alternativ steht auch ein begrenzter Patch(öffnet im neuen Fenster) zum Download bereit. Außer der Reihe werden zudem die eigentlich nicht mehr unterstützten Versionen 8.3.x und 8.4 gepatcht. Drupal empfiehlt natürlich trotzdem, nach Einspielen des Patches auf eine unterstützte Version des Content Management Systems (CMS) zu wechseln. Ebenfalls betroffen ist Drupal in der Version 6, die nicht mehr unterstützt wird. Es gibt allerdings Hersteller, die eine begrenzte Langzeitunterstützung anbieten(öffnet im neuen Fenster).

Eine Million Seiten betroffen

Die Sicherheitslücke wurde von Jasper Mattson entdeckt. Technische Details gibt es bislang wegen der hohen Exploit-Gefahr nicht. Nach Angaben von Drupal nutzen neun Prozent der Seiten mit einem bekannten CMS Drupal, etwa eine Million Seiten sollen von dem aktuellen Problem betroffen sein.

In den FAQ(öffnet im neuen Fenster) zu der Sicherheitslücke heißt es, dass das Ausnutzen der Sicherheitslücke sehr einfach sei und alle nichtöffentlichen Daten einer Webseite dadurch kompromittiert werden könnten. Nutzer können ihre eigene Seite mit dem Werkzeug The Security Review auf Probleme in der Konfiguration überprüfen lassen. Drupal empfiehlt außerdem die Nutzung von Zwei-Faktor-Authentifizierung.


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