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Exportkontrollen der US-Regierung: USA verweigern G7-Staaten Zugriff auf Anthropic-KI

Die US-Regierung lehnt Ausnahmen ab. Wegen Exportkontrollen hat Anthropic seine neuesten KI-Modelle weltweit abgeschaltet.
/ Nils Matthiesen
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USA sperren Anthropic für G7. (Bild: Nicolas TUCAT / AFP via Getty Images)
USA sperren Anthropic für G7. Bild: Nicolas TUCAT / AFP via Getty Images

Die US-Regierung verweigert den G7-Mitgliedstaaten den Zugriff auf die hochentwickelten KI-Modelle des US-Entwicklers Anthropic. Das berichtet die NY Post(öffnet im neuen Fenster). Dies folgt auf ein Exportverbot, das das US-Handelsministerium am Freitag erließ. Die Regierung begründet den Schritt mit Bedenken hinsichtlich der nationalen Sicherheit.

Der britische Premierminister Keir Starmer forderte daraufhin eine Sonderregelung für britische Staatsbürger und Unternehmen, um die Modelle Mythos und Fable weiterhin nutzen zu können. Ein US-Regierungsmitarbeiter wies diese Forderung zurück und erklärte, eine Ausnahme für Verbündete sei unlogisch. Die Exportkontrollen untersagen die Nutzung der Software außerhalb der USA sowie durch ausländische Staatsbürger im Inland.

Da Anthropic den Zugriff nicht anhand der Nationalität der Nutzer filtern kann, deaktivierte das Unternehmen die Modelle Fable 5 und Mythos 5 für alle Kunden weltweit. Anlass für das Verbot ist eine Warnung vor einer potenziellen Sicherheitslücke. Laut US-Behörden existiert eine Methode für einen sogenannten Jailbreak, mit dem die Systeme Softwareschwachstellen identifizieren können. Anthropic widerspricht der Einstufung und bezeichnet die Schwachstelle als geringfügig.

Das Unternehmen kritisierte das Vorgehen des Handelsministeriums und erklärte, dass ein isolierter potenzieller Jailbreak keinen Rückruf eines kommerziellen Modells rechtfertige, das für Millionen Menschen bereitgestellt wurde. Die Abschaltung erfolgte wenige Tage nach der Veröffentlichung von Fable 5, obwohl das Unternehmen die Sicherheitsvorkehrungen im Vorfeld mit staatlichen Stellen getestet hatte.

Verhandlungen im Weißen Haus

Vertreter des Weißen Hauses führen derzeit Gespräche mit Anthropic, um eine Lösung für den Konflikt zu finden. Ein Regierungsvertreter deutete an, dass eine direkte Einigung mit dem CEO von Anthropic, Dario Amodei, angestrebt werde. Die Spannungen zwischen der US-Regierung und dem KI-Unternehmen bestehen bereits seit Monaten. Zu Beginn des Jahres setzten US-Behörden das Unternehmen auf eine Blacklist für Lieferketten. Grund war die Weigerung von Anthropic, seine Modelle für die Inlandsüberwachung des US-Militärs und für autonome Waffensysteme freizugeben.

Anthropic warnt, dass solche staatlichen Maßnahmen die Bereitstellung neuer Spitzenmodelle der gesamten Branche blockierten, sofern diese Standards flächendeckend angewendet würden. Andere Modelle des Entwicklers sind von den aktuellen Exportkontrollen nicht betroffen und bleiben weiterhin erreichbar.


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