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Exportbeschränkungen: Ukrainer verklagen Texas Instruments, AMD und Intel

Die US-amerikanischen Chiphersteller sollen Chiplieferungen an sanktionierte Länder fahrlässig nicht nachverfolgt haben.
/ Mike Faust
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Zerstörtes Wohngebäude in Kiew am 17. Juni 2025 (Bild: ORI AVIRAM/Middle East Images/AFP via Getty Images)
Zerstörtes Wohngebäude in Kiew am 17. Juni 2025 Bild: ORI AVIRAM/Middle East Images/AFP via Getty Images
Inhalt
  1. Exportbeschränkungen: Ukrainer verklagen Texas Instruments, AMD und Intel
  2. Wer ist beteiligt?

Im US-Bundesstaat Texas haben mehrere ukrainische Zivilisten eine Klage gegen US-amerikanische Chiphersteller eingereicht.

Wie die News-Plattform Ars Technica schreibt(öffnet im neuen Fenster) , wird Chipherstellern vorgeworfen, die Herkunft von Chips, deren Exportbeschränkungen umgangen wurden, fahrlässig nicht nachverfolgt zu haben.

Welche Probleme werden adressiert?

In der Klageschrift heißt es laut Ars, dass Texas Instruments, AMD und Intel öffentliche Berichte, Warnungen der Regierung und den Druck von Aktionären jahrelang ignoriert hätten, anstatt mehr für die Nachverfolgung der Bestimmungsorte zu tun und dubiose Vertriebskanäle zu schließen.

Das Anwaltsteam der Kläger bezichtigt die Tech-Konzerne in einer Pressemitteilung(öffnet im neuen Fenster) , Profit über Menschenleben gestellt und Hochrisikokanäle weiter genutzt zu haben, ohne die Kontrollen zu verschärfen.

Welche Argumente nennen die Initiatoren?

Zwischenhändler, die große Bestellungen bei den Chipherstellern tätigten, hätten lediglich in einem Onlineformular ein Häkchen ankreuzen müssen, um zu bestätigen, dass die Lieferung nicht in sanktionierte Länder gehen würde, heißt es weiter.

Die Kläger behaupten außerdem, dass Russland ohne die von US-Firmen gelieferten Chips nicht dazu in der Lage gewesen wäre, seine Ziele zu treffen. Sie fügen hinzu, dass diese Computerchips in Waffensystemen wie Drohnen, ballistischen Raketen und Marschflugkörpern maßgeblich zum Krieg gegen die ukrainische Zivilbevölkerung beigetragen hätten.

Von den Anwälten wird außerdem ein Bericht des US Institute of Peace aus dem Jahr 2023 zitiert, der belegen soll, dass 82 Prozent der von Russland zur Bekämpfung ukrainischer Wohnhäuser und kritischer Infrastruktur eingesetzten Drohnen auf US-amerikanischen Komponenten basierten.

Eine weitere Studie aus demselben Jahr soll ergeben haben, dass AMD-Komponenten häufig in russischen Drohnen verwendet werden, wobei fast 70 Prozent der Teile von US-Firmen hergestellt worden sein sollen.


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