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Exportbeschränkungen: Keine KI-Chips für China

Die USA haben TSMC angewiesen, keine für KI-Anwendungen geeigneten Chips mehr nach China zu liefern.
/ Mike Faust
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Nachdem ein TSMC-Chip bei Huawei gefunden wurde, werden nun die Exportbeschränkungen verschärft. (Bild: TSMC)
Nachdem ein TSMC-Chip bei Huawei gefunden wurde, werden nun die Exportbeschränkungen verschärft. Bild: TSMC

Das Handelsministerium der USA hat in einem Schreiben an den taiwanischen Chiphersteller TSMC Exportbeschränkungen für hochentwickelte Chips verhängt, die nach China geliefert werden sollen und für KI-Beschleuniger und Grafikprozessoren geeignet sind. Wie Reuters exklusiv berichtet(öffnet im neuen Fenster) , soll der Lieferstopp ab Montag, dem 11.11.2024 in Kraft treten.

Erst vor wenigen Wochen informierte TSMC das US-Handelsministerium darüber, dass in einem KI-Prozessor von Huawei ein Chip des Unternehmens gefunden wurde. Aufgrund von US-Sanktionen arbeiten TSMC und Huawei bereits seit 2020 nicht mehr zusammen. TSMC setzte auch die Lieferungen an den in China ansässigen Chip-Designer Sophgo aus, da dessen KI-Prozessor mit dem bei Huawei gefundenem Chip übereinstimmte.

Das vom US-Handelsministerium aufgesetzte Schreiben betrifft auch andere Unternehmen. Die USA sollen dadurch prüfen können, ob und wo eventuell weitere Chiplieferungen umgeleitet werden. TSMC informierte betroffenen Kunden bereits, dass es Lieferungen ab dem heutigen Montag aussetzen wird.

Vorschriften seit 2022 immer wieder angepasst

Weder TSMC noch das Handelsministerium der USA wollten gegenüber Reuters einen Kommentar abgeben. Aus Taiwans Wirtschaftsministerium hieß es lediglich: "TSMC hat regelmäßige Gespräche mit der Regierung über Exportkontrollfragen geführt und deutlich gemacht, dass es die nationalen und internationalen Vorschriften einhalten wird."

Bei dem Schreiben des US-Handelsministeriums handelt es sich um einen sogenannten "is informed" -Brief. Mit diesem können die USA langwierige Ausarbeitungen von Vorschriften umgehen und bestimmten Unternehmen einfach und schnell neue Lizenzanforderungen auferlegen.

Solche Briefe wurden im Jahr 2022 auch an Nvidia und AMD gesendet, um deren Möglichkeiten zur Lieferung von KI-Chips nach China einzuschränken, und seit dem wiederholt verschärft .


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