Exploit: Offenbar Millionen Android-Geräte über Chrome angreifbar
Auf der Sicherheitskonferenz Pacsec in Tokio wurde ein neuer Exploit vorgestellt, der Android über den Chrome-Browser angreift. Daher sind zumindest theoretisch Millionen von Android-Geräten betroffen. Wie The Register(öffnet im neuen Fenster) meldet, hat der chinesische Programmierer Guang Gong den Hack entwickelt und auf der Konferenz vorgestellt.
Genaue Details bleiben unbekannt
Die genaue Funktionsweise wird absichtlich nicht veröffentlicht. Bekanntgegeben wurde jedoch, dass der Exploit eine Lücke in der Java-Script-v8-Engine des Chrome-Browsers ausnutzt. Steuert der Nutzer mit dem betroffenen Smartphone oder Tablet eine präparierte Internetseite an, soll der Angreifer umfassenden Zugriff auf das mobile Gerät erhalten.
Gong hat den Exploit auf einem neuen Nexus 6 vorgeführt. Sobald er Zugriff auf das Smartphone hatte, installierte er unbemerkt vom Nutzer ein Spiel. Gong habe für die Entwicklung des Exploits drei Monate Zeit benötigt, wie er selbst angibt. Dem Veranstalter der Pacsec zufolge sei es beeindruckend, dass Gongs Exploit einen derartig umfassenden Zugriff über die Ausnutzung einer einzigen Sicherheitslücke erlangt.
Google wurde von Bug unterrichtet
Einem bei der Konferenz anwesenden Google-Entwickler wurde der Bug, der den Exploit ermöglicht, ebenfalls gezeigt. Offenbar wurden dem Entwickler auch nähere Details genannt, damit Google die Sicherheitslücke schließen kann.
Gong glaubt, dass der Bug Millionen von Android-Geräten betrifft, auf denen die aktuelle Version von Chrome installiert ist. Nähere Details gab allerdings auch er nicht preis.
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