Exploit-Handel: Zimperium will alte Schwachstellen kaufen

Wer alte Exploits rumliegen hat, kann diese jetzt möglicherweise zu Geld machen. Zimperium sucht alte Schwachstellen für iOS und Android und will dafür bis zu 1,5 Millionen US-Dollar ausgeben.

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Zimperium will alte Exploits kaufen.
Zimperium will alte Exploits kaufen. (Bild: Zimperium)

Die Sicherheitsfirma Zimperium geht einen ungewöhnlichen Weg und will massenhaft alte Exploits kaufen. Das Unternehmen hat angegeben, rund 1,5 Millionen US-Dollar für Schwachstellen in alten Systemen wie Android Kitkat oder alten iOS-Versionen zu investieren. Die Diskussion um Schwachstellen fokussiert sich immer wieder stark auf unbekannte Probleme, sogenannte Zero-Day-Exploits.

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In der Praxis ist deren Bedeutung für gezielte Angriffe auf Systeme aber geringer als meist angenommen, wie unter anderem der Sicherheitsforscher Claudio Guarnieri auf dem 33C3 sagte, als er die Organisation Security Without Borders ins Leben rief.

Auch Zimperium schreibt, dass der Wert eines 0-Day-Exploits nach der ersten Nutzung rapide abfällt. Mit dem Ankaufprogramm unter dem Namen "N-Days Exploit Aquisition Program" will Zimperium alte Exploits ankaufen, um diese dann in die eigene Sicherheitslösung, die Z9-Engine, zu integrieren.

Informationen sollen mit Partnern geteilt werden

Außerdem sollen die Exploits mit den Partnern der Zimperium Handset Alliance geteilt werden, damit diese die Schwachstellen beheben können. Nach drei Monaten sollen die Informationen im Regelfall veröffentlicht werden, es sei denn, der Einreicher oder die Firmen selbst liefern einen triftigen Grund, dies nicht zu tun.

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Angekauft werden Remote Exploits, lokale Exploits und Information-Disclosure-Schwachstellen. Zimperium begründet seine Entscheidung auch damit, dass viele Kunden des Unternehmens noch alte Smartphones mit nicht mehr unterstützten Softwareversionen einsetzten. Diese hätten keine Möglichkeit mehr, zu patchen. Zimperium selbst hatte mehrere Exploits für Stagefright entwickelt.

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