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Expertin: Funklöcher waren bei LTE-Auktion eingeplant

Die Grünen-Expertin Margit Stumpp sieht die weichen Auflagen der LTE-Auktion im Jahr 2010 als Grund für die vielen Funklöcher in Deutschland. Dass dies den ländlichen Raum treffe, sei schon damals klar gewesen.

Artikel veröffentlicht am ,
Antennen wie diese senden und empfangen LTE-Traffic.
Antennen wie diese senden und empfangen LTE-Traffic. (Bild: Telefonica)

Bereits bei der Vergabe der LTE-Funklizenzen sei den Bietern offengelassen worden, bis zu zwei Prozent der Haushalte auszusparen. Das sagte Margit Stumpp, Expertin für digitale Infrastruktur der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, zum gestrigen Mobilfunkgipfel beim Bundesverkehrsministerium. "Ein Geschenk an die Mobilfunkkonzerne." In Deutschland ging die Versteigerung der Lizenzen für LTE Ende Mai 2010 zu Ende. Die deutschen Netzbetreiber haben dabei zusammen 4,4 Milliarden Euro ausgegeben.

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Es sei damals schon absehbar gewesen, dass eine solche Regelung den ländlichen Raum treffen würde. Stumpp: "Jetzt plötzlich mehr Abdeckung zu fordern, ist ein Schuldeingeständnis." Dass sich der Bundesverkehrsminister nun so öffentlich gegen die Mobilfunkkonzerne aufspiele, sei ein Versuch, das Versagen der vergangenen Jahre zu überdecken.

Bundesnetzagentur führt öffentliche Anhörung zur Versteigerung der 5G-Frequenzen durch

"In anderen Ländern wie zum Beispiel Schweden wird kein Geld von den Mobilfunkfirmen verlangt. Stattdessen müssen sie einen flächendeckenden Ausbau bis in den letzten Winkel des Landes garantieren. Schon bei den Lizenzvergaben muss die Politik die Weichen richtig stellen", erklärte Stumpp. Auch die Verpflichtung der Netzanbieter auf ein nationales Roaming untereinander würde Nutzern im ländlichen Raum helfen, wo bisher häufig jeweils nur ein Konzern ausgebaut hat.

Die Bundesnetzagentur beabsichtigt, die Vergabe der 5G-Frequenzen an eine Versorgungsverpflichtung zu koppeln, die den Mobilfunknetzbetreibern Auflagen zur Netzabdeckung macht. Der Umfang dieser Verpflichtungen - insbesondere hinsichtlich der zeitlichen und finanziellen Realisierbarkeit - ist jedoch noch ungeklärt. Die Bundesnetzagentur beabsichtigt, einen Entwurf der Entscheidung zu den Vergabebedingungen und Auktionsregeln im September 2018 zur veröffentlichen. Die endgültige Entscheidung soll im November folgen. Die Auktion ist für Anfang 2019 in Mainz geplant.



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KloinerBlaier 16. Jul 2018 / Themenstart

Naja, ich bin mit dem Motorrad viel in Deutschland unterwegs und will es mal so sagen...

drdoolittle 16. Jul 2018 / Themenstart

sobald man bspw. in Österreich oder Dänemark ist, hat man bombastischen Empfang im...

demon driver 14. Jul 2018 / Themenstart

Es ist sogar noch ärger. Mir braucht keiner zu erzählen versuchen, die Politik bzw. der...

Schrödinger's... 14. Jul 2018 / Themenstart

Kleiner Faktencheck: - Alle 3 Anbieter in Deutschland haben Lizenzen für 800 MHz...

TeaShirt 14. Jul 2018 / Themenstart

Na wer zahlt freiwillig solche preise wenn er eine alternative hat. Außer eben er hat...

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