Abo
  • Services:

Exoplanet: Forscher sehen Planeten beim Wachsen zu

Zusehen, wie ein Planet entsteht: Astronomen haben erstmals das Wachstum eines entfernten Planeten beobachtet. Sie konnten sehen, wie er Material aus seiner Umgebung aufnimmt.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Sternensystem LkCa 15 mit drei Planeten: Signaturen von heißem Gas und Staub
Sternensystem LkCa 15 mit drei Planeten: Signaturen von heißem Gas und Staub (Bild: Nasa/JPL-Caltech)

Astronomen haben erstmals das Wachstum eines jungen Planeten beobachtet. Das Team um Stephanie Sallum der Universität von Arizona in Tucson konnte die Signatur von heißem Gas und Staub nachweisen, aus denen sich Planeten bilden. Ihre Beobachtungen präsentieren die Wissenschaftler in der britischen Fachzeitschrift Nature.

Stellenmarkt
  1. beauty alliance Deutschland GmbH & Co. KG, Bielefeld
  2. über duerenhoff GmbH, Mainz

Der Exoplanet LkCa 15b ist der innerste von drei Planeten, die um den Stern LkCa 15 kreisen, der sich in einer Molekülwolke im Sternbild Stier befindet. Das System ist rund 450 Lichtjahre von der Erde entfernt. Der Stern LkCa 15 ist erst zwei Millionen Jahre alt - zum Vergleich: Unser Sonnensystem ist etwa 4,6 Milliarden Jahre alt - und bildet gerade erst ein Planetensystem.

Die Scheibe um den Stern hat ein Loch

Der Stern ist von einer protoplanetaren Scheibe umgeben, einer ringförmigen Scheibe aus Gas und Staub, aus deren Material sich Planeten bilden. Da das System bereits drei Exoplaneten hat, ist die Scheibe um LkCa 15 innen schon weitgehend leer. Die Scheibe in diesem Stadium wird Übergangsscheibe oder Transitional Disk genannt.

Sallum und ihre Kollegen haben das System von LkCa 15 mit dem Large Binocular Telescope (LBT) auf dem Mount Graham im US-Bundesstaat Arizona und dem Magellan-Teleskop (MagAO) in der Atacama-Wüste in Chile beobachtet. Dabei konnten sie die Strahlung von 9.700 Grad heißem Wasserstoffgas sowie das Leuchten von glühend heißem Staub nachweisen.

Planet wächst durch Gas und Staub

Gas und Staub fallen auf den Planeten und lassen ihn dadurch wachsen. Damit sei erstmals die direkte Beobachtung dieses Prozesses der Planetenentstehung gelungen, schreiben die Wissenschaftler.

Derzeit sind etwa 2.000 Exoplaneten bekannt. Aber ihre Entstehung ist bisher nur indirekt beobachtet worden, in Form von Lücken in der protoplanetaren Scheibe.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 31€ (Bestpreis!)
  2. 12,17€ für Prime-Mitglieder (Bestpreis!)
  3. (aktuell u. a. Corsair VS650 als neuwertiger Outlet-Artikel für 34,99€ + Versand)
  4. 5€

Folgen Sie uns
       


Bright Memory Episode 1 - 10 Minuten Gameplay

Wir zeigen die ersten 10 Minuten von Bright Memory, dem actionreichen Indie-Ego-Shooter mit spektakulären Schwertkampf-Einlagen.

Bright Memory Episode 1 - 10 Minuten Gameplay Video aufrufen
Magnetfeld: Wenn der Nordpol wandern geht
Magnetfeld
Wenn der Nordpol wandern geht

Das Erdmagnetfeld macht nicht das, was Geoforscher erwartet hatten - Nachjustierungen am irdischen Magnetmodell sind erforderlich.
Ein Bericht von Dirk Eidemüller

  1. Ökostrom Wie Norddeutschland die Energiewende vormacht
  2. Computational Periscopy Forscher sehen mit einfacher Digitalkamera um die Ecke
  3. Optoakustik US-Forscher flüstern per Laser ins Ohr

Radeon VII im Test: Die Grafikkarte für Videospeicher-Liebhaber
Radeon VII im Test
Die Grafikkarte für Videospeicher-Liebhaber

Höherer Preis, ähnliche Performance und doppelt so viel Videospeicher wie die Geforce RTX 2080: AMDs Radeon VII ist eine primär technisch spannende Grafikkarte. Bei Energie-Effizienz und Lautheit bleibt sie chancenlos, die 16 GByte Videospeicher sind eher ein Nischen-Bonus.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Grafikkarte UEFI-Firmware lässt Radeon VII schneller booten
  2. AMD Radeon VII tritt mit PCIe Gen3 und geringer DP-Rate an
  3. Radeon Instinct MI60 AMD hat erste Grafikkarte mit 7 nm und PCIe 4.0

Begriffe, Architekturen, Produkte: Große Datenmengen in Echtzeit analysieren
Begriffe, Architekturen, Produkte
Große Datenmengen in Echtzeit analysieren

Wer sich auch nur oberflächlich mit Big-Data und Echtzeit-Analyse beschäftigt, stößt schnell auf Begriffe und Lösungen, die sich nicht sofort erschließen. Warum brauche ich eine Nachrichten-Queue und was unterscheidet Apache Hadoop von Kafka? Welche Rolle spielt das in einer Kappa-Architektur?
Von George Anadiotis


      •  /