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Exoplanet: Forscher entdecken seltene Supererde

Der Exoplanet ist seinem Stern in etwa so nahe wie die Erde der Sonne. Dennoch braucht er für eine Umrundung fast zwei Erdjahre.
/ Werner Pluta
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Künstlerische Darstellung eines Exoplaneten (Symbolbild): Supererde umkreist Zwergstern in 617 Tagen. (Bild: M. Kornmesser/Esa)
Künstlerische Darstellung eines Exoplaneten (Symbolbild): Supererde umkreist Zwergstern in 617 Tagen. Bild: M. Kornmesser/Esa

Eine seltene Entdeckung ist Astronomen aus Neuseeland gelungen: Sie haben in einem Sternensystem einen Exoplaneten gefunden, dessen Größe und Umlaufbahn denen unserer Erde ähneln. Davon wurden bisher nur wenige gefunden.

Der Planet hat demnach etwa die vierfache Masse der Erde und wäre damit eine Super-Erde oder ein Mini-Neptun. Er kreist um einen Stern, der etwa ein Zehntel der Masse unserer Sonnen hat. Wegen der geringen Masse des Zentralgestirns ist ein Jahr auf diesem Planeten deutlich länger als ein Erdjahr: Der Planet braucht 617 Tage, um den Stern einmal zu umrunden.

Die Umlaufbahn des Planeten liegt verglichen mit unserem Sonnensystem in etwa zwischen denen der Erde und der Venus. Bisher sind nach Angabe der Forscher nur wenige Planeten bekannt, die von der Größe und der Umlaufbahn her der Erde ähnlich sind. Die Entdeckung haben die Forscher um Antonio Herrera Martin in der Fachzeitschrift The Astronomical Journal(öffnet im neuen Fenster) beschrieben.

Entdeckt mit dem Mikrolinseneffekt

Entdeckt wurde das System mit Hilfe des Mikrolinseneffekts(öffnet im neuen Fenster) . Dabei werde das Licht eines Sterns im Hintergrund durch die kombinierte Gravitation des Planeten und seines Sterns in einer bestimmten Weise vergrößert, erklärte Herrera Martin(öffnet im neuen Fenster) , der an der Universität von Canterbury in Neuseeland arbeitet. Der Effekt sei sehr selten: Er trete zu einem bestimmten Zeitpunkt nur bei etwa einer Million Sterne auf.

Erfasst wurde das Ereignis, das die Kennung OGLE-2018-BLG-0677 erhalten hat, im Jahr 2018. Es wurde unabhängig voneinander von zwei Forschungsprojekten beobachtet: dem Korea Microlensing Telescope Network (KMTNet), dem Herrera Martins Team angehört, und dem Optical Gravitational Lensing Experiment (OGLE) aus Polen.

Das OGLE nutzt ein Teleskop in Chile, das KMTNet drei identische Teleskope in Chile, Australien und Südafrika. Die KMTNet-Teleskope sind mit sehr großen Kameras ausgestattet, die alle 15 Minuten die Lichtleistung von etwa 100 Millionen Sternen messen.


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