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Exomars: Russisch-europäische Marssonde ist gestartet

Die Esa und Roskosmos haben erfolgreich ihre Exomars -Sonde in den Weltraum geschossen. Zusammen mit einem Orbiter befindet sich ein experimentelles Landemodul mit an Bord der Proton-M-Rakete, das die für 2018 geplante Landung eines Rovers testen soll.
/ Tobias Költzsch , dpa
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Die russische Proton-M-Rakete mit den Exomars-Gerätschaften beim Start in Baikonur (Bild: Esa)
Die russische Proton-M-Rakete mit den Exomars-Gerätschaften beim Start in Baikonur Bild: Esa

Auf der Suche nach Spuren von Leben auf dem Mars haben die Europäische Raumfahrtorganisation Esa und ihr russisches Pendant Roskosmos gemeinsam eine Sonde zum vierten Planeten des Sonnensystems geschossen. Die Proton-M-Rakete hob am 14. März 2016 vom russischen Kosmodrom Baikonur in Kasachstan mit den Bestandteilen der Exomars -Mission ab und erreichte nach etwa zehn Minuten planmäßig den Erdorbit.

Exomars – Start der Proton-M-Rakete
Exomars – Start der Proton-M-Rakete (00:41)

Das Exomars(öffnet im neuen Fenster) -Projekt besteht aus zwei Teilen: dem Satelliten Trace Gas Orbiter (TGO) und der Landeeinheit Schiaparelli. Der TGO soll nach Spuren von Methan und anderen Spurengasen suchen, die Anzeichen für aktive biologische oder geologische Prozesse auf dem Mars sein könnten. Der Lander Schiaparelli soll primär zeigen, dass er landen kann: Die Esa und Roskosmos wollen mit dem gleichen System im Jahr 2018 einen Rover auf dem Mars landen.

Der Start lief wie geplant: Die ersten drei Stufen der Trägerrakete wurden innerhalb weniger Minuten erfolgreich abgestoßen, wie die Leitzentrale mitteilte. Die vierte und letzte Antriebsstufe soll am Montagabend abgetrennt werden, bevor die Sonde ihre Solarmodule ausklappt und eigenständig Kurs auf den Roten Planeten nimmt.

Ankunft für Oktober 2016 geplant

Die Darmstädter Kontrolleure erwarteten am 14. März 2016 um 22:29 Uhr MEZ das "erste Lebenszeichen des Satelliten" , sagte Jamie Salt, der mit dem Team im Vorfeld trainiert hatte. Die Mannschaft bestehe im Kern aus etwa 40 Flugexperten, sagte er. Mitte Oktober 2016 sollen die Instrumente den Mars erreichen.


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